Segeln wie ein Kennedy

Einfach die Staatsgeschäfte ruhen lassen und in Chinos und Deck Loafers zum Segeln gehen - das war die Idealvorstellung von John F. Kennedy. JFK liebte das Segeln so sehr, dass er als erster US-Präsident einen 62-Fuß-Segler als Staatsjacht anschaffen ließ.

Hier sehen wir den US-Präsidenten im Jahr 1962 bei einem Törn auf dem „Weißen Hausboot“ - dank moderner Kommunikationsausrüstung konnte er Amerika auch von Bord aus führen. Auch wenn die Manitou, benannt nach einem Seeweg am Lake Michigan, die Segelleidenschaft von JFK offiziell befriedigte, bevorzugte er doch das Segeln auf kleinen Booten ohne Crew. Seine eigentliche Leidenschaft galt der kleinen Jolle Victrua: Er hatte das kleine Segelschiff zu seinem 15. Geburtstag von seinen Eltern geschenkt bekommen und liebte es über alles. Für ihn war es das Größte, allein auf dem Boot zu sein und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Dass JFK ein leidenschaftlicher Segler war, zeigen auch die vielen Zeichnungen von seiner Jolle, die er bei Sitzungen oder auf Reisen anfertigte. Noch eine Nacht vor seiner Ermordung zeichnete Kennedy auf einem Bogen Briefpapier des Rice Hotels einen kleinen Segler auf hoher See. Hotelangestellte fanden das Stück Paper beim Aufräumen des Zimmers am nächsten Tag.

Foto: The White House Archive