Single, Double, Triple, Quadruple: Wer ist der Tourbillon-König

Die Fertigung eines Tourbillon gilt als hohe Kunst des Uhrenbaus. Wer in der Uhren-Champions-League mitspielen will, muss mit immer neuen Tourbillon-Superlativen auftrumpfen. Doch wer baut die Uhr mit den meisten „Wirbelwinden“?

 


Der Stammhalter: Breguet Tourbillon in Gold

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Als Abraham Louis Breguet, den von ihm entwickelten Tourbillon 1801 zum Patent anmeldete, war dies eine Sensation. Seine Mechanik konnte den, durch die Schwerkraft verursachten, negativen Einfluss auf die Ganggenauigkeit bei Taschenuhren ausgleichen. Auch wenn das Tourbillon seine Wirkung nur bei vertikaler Lage voll entfalten kann, ist es heute ein Markenzeichen hoher Uhrmacherschule. Seit jeher stellt Breguet regelmäßig Tourbillon-Modell vor und hütet so den von ihrem Firmengründer geschaffenen Uhren-Gral. Allen Tourbillon-Uhren des Hauses ist die charakteristische Brücke mit einem Steg im Breguet-Stil gemein.




Die Kraft der zwei Herzen: Roger Dubuis Excalibur Flying Tourbillon

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Warum sich auf ein Tourbillon verlassen, wenn man auch zwei haben kann. Nach der Umsetzung dieser uhrmacherischen Herausforderung, strebte die Avantgarde-Manufaktur Roger Dubuis. Die Genfer stellten im letzten Jahr mit der Excalibur Flying Tourbillon ein mechanisches Meisterwerk vor. Im Gegensatz zum klassischen Breguet-Tourbillon setzen die Uhrmacher bei Roger Dubuis auf das sogenannte „Fliegende Tourbillon“, bei dem der Käfig des Tourbillons ausschließlich auf der Unterseite gelagert wird.




Flotter Dreier: Harry Winston Histoire de Tourbillon 3

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Die mittlerweile zur Swatch-Group gehörende Manufaktur Harry Winston versucht der Schwerkraft den Kampf anzusagen: Drei Tourbillon laufen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und halten die Gravitation so in Schach, von denen Zwei in einem Käfig untergebracht sind. Auch wenn die Armbanduhr an eine Zukunftsvision aus den 1950er-Jahren erinnert, stellt Harry Winston einmal mehr sein modernes uhrmacherisches Können unter Beweis.




Sturm hinterm Uhrenglas: Greubel Forsey Quadruple Tourbillon

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Tourbillon bedeutet frei Übersetzt „Wirbelwind“. Wenn der Name wörtlich zu verstehen wäre, dann müsste hinter dem Glas des Quadruple Tourbillon ein richtiges Unwetter Herrschen. Gleich zwei Doppel-Tourbillon verrichten ihre Arbeit. Ein Differential sorgt, fast wie das Differentialgetriebe bei Autos, für eine gleichmäßige Kraftübertragung, selbst bei unterschiedlicher Rotationsgeschwindigkeit.




Fotos: Hersteller