Audemars Piguet Royal Oak Protoyp: Überseekommando

Die schlichte Uhr aus Stahl, die ihren Namen mit einem Baum und einer Reihe von Kriegsschiffen der britischen Marine teilt, sorgte für eine Revolution in der Uhrenwelt – die Royal Oak von Audemars Piguet. Wir haben uns die Erfolgsgeschichte der Skandaluhr angesehen.


Die Geschichte der Royal Oak beginnt 1970 mit einem nachmittäglichen Anruf bei Uhrendesigner Gèrald Genta. Am anderen Ende der Leitung war der etwas aufgeregt wirkende damalige Direktor von Audemars Piguet Georges Golay. „Herr Genta, ich brauche eine sportliche Stahluhr die etwas völlig Neues darstellt und dazu absolut Wasserdicht ist.“ Und als ob dieses Briefing nicht schon alleine eine große Herausforderung sei, sollte der Genfer Uhrenzeichner den ersten Entwurf bereits am nächsten Tag liefern. Gesagt getan am nächsten Morgen konnte der Designer nach einer Nachtschicht die gewünschte Uhr.

„Monsieur Directeur Général“ zeigte sich begeistert von der verwegenen Form der Uhr. Kurzum, sas Design erschien ihm ungewöhnlich genug, so dass Genta grünes Licht für den Bau eines Prototypen erhielt, der ein Jahr später fertig war. Weil das eckige Gehäuse die Gehäusebauer vor eine unbekannte Herausforderung stellte, wurden die ersten Prototypen der Royal Oak in Weißgold gefertigt, da die Geräte den härteren Stahl nicht verarbeiten konnten – ein Umstand, den man mit dem Bau spezieller Maschinen später lösen konnte. Inspiriert von historischen Taucherhelmen, wurde die Lünette der Uhr mit sichtbaren Schrauben mit dem Gehäuse verschraubt. Die Form der Uhr erinnert stark an „Bullaugen“, den wasserdichten runden Fenstern von Ozeanriesen.

Audemars Piguet Royal Oak Protoyp: Überseekommando

Auf der Baseler Uhrenmesse 1972 feierte die auf den Namen Royal Oak getaufte Uhr ihre Premiere. Über die Herkunft des Namens kursieren es verschiedene Theorien. Aber am wahrscheinlichsten scheint die Benennung der Uhr nach den berühmten britischen Zerstörern der britischen Marine. Diese wiederum wurden nach der erhielten ihren Namen nach der königlichen Eiche, die 1651 Charles II. Schutz vor seinen Verfolgern bot.

Eine Luxusuhr aus Stahl mit einem für damals riesigen Durchmesser von 38 Millimetern, die 3.750 Schweizer Franken kostete hatte es zuvor noch nicht gegeben – die teuerste Uhr mit Stahlgehäuse kostete seiner Zeit CHF 850,-. Mit diesem „frechen“ Schachzug ebnete die Royal Oak der Manufaktur Audemars Piguet einen erfolgreichen Weg. Noch heute ist die Royal Oak ein zeitloser und beliebter Uhrenklassiker, der in vielen neue Varianten seither gebaut wurde.

Weiterführende Links

Weitere Informationen über Audemars Piguet erhalten Sie unter www.audemarspiguet.com.

 


Fotos: Audemars Piguet Archiv