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Porsche erfüllt einem Kunden seinen „Moby Dick“-Traum

Auf Basis des 911 GT2 RS (991) realisiert Porsche Sonderwunsch einen neuen Flachbau-RS als spektakuläres Einzelstück: 31,6 Kilo leichter, mit kompromissloser Rennsport-Technik und einer retrofuturistischen Optik, die den 935 „Moby Dick“ zitiert, feiert das Einzelstück eine echte Le Mans-Ikone.

 

Auch fast fünfzig Jahre nach dem Debüt der Legende 935/78 „Moby Dick“ hat das „Slantnose“-Thema nicht an Reiz verloren. Immer wieder wagen sich unabhängige Firmen an aerodynamisch optimierte Umbauten auf Basis diverser Porsche-911-Versionen – mit abgeflachter Front und einem gewaltigen Spoiler-Werk am Heck, das für extremen Anpressdruck sorgt. Man denke hier nur an den Indecent 020, der mit seiner windschlüpfrigen Optik und Kompressor-Aufladung beeindruckt.

Porsche selbst gab sich bei diesem Thema bisher eher zurückhaltend, jetzt hat die Sonderwunsch-Abteilung des Autobauers im Rahmen der Monterey Car Week aber ein auf Kundenwunsch entstandenes Unikat auf Basis eines 911 GT2 RS der Generation 991 enthüllt. Bereits 2018 hatte Porsche zwar eine moderne Slantnose-Hommage auf GT2 RS-Basis verwirklicht, der neue „Flachbau RS“ besitzt nun aber ganz offiziell eine Straßenzulassung.

 

In knapp dreijähriger Entwicklung schufen Porsche und Manthey diese moderne Neuinterpretation, die ausgiebig im Windkanal und auf der Nürburgring-Nordschleife erprobt wurde. Die Leistung des Antriebs blieb unangetastet, doch durch radikalen Leichtbau sank das Gewicht des ohnehin nicht gerade korpulenten Sportlers um weitere 31,6 Kilogramm. Außen fasziniert das in speziell angemischtem Grandprixweiß lackierte Unikat mit Sichtcarbon-Elementen, abgeflachten Kotflügeln samt Entlüftungs-„Louvres“ und filigranen LED-Kaskadenscheinwerfern. Ein neuer, vom aktuellen Porsche 911 GT3 R Rennsport übernommener Heckflügel sorgt für maximalen Abtrieb.

Innen herrscht puristische Konsequenz: Vorn dominieren rotes Alcantara und Leder, dahinter flog fast alles raus. Weder das PCM-Infotainment noch Radio oder Dämmung blieben erhalten – stattdessen blickt man auf nacktes, weißes Blech, Carbon-Vollschalensitze und ganz bewusst sichtbare Kabelstränge für pures Rennsport-Feeling.

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