Nicht blinzeln – sonst verpassen Sie den neuen Porsche 911 GT3

Man kann einen Porsche 911 GT3 von der Rennstrecke nehmen – aber austreiben kann man ihm die Rennsport-DNA nicht. Seit mehr als 20 Jahren überschreitet der rennsportliche Elfer die Grenzen zwischen Motor- und Straßensport. Auch die siebte Generation setzt diese Tradition eindrucksvoll fort.

So nah an der Rennstrecke gebaut wie der neue Porsche 911 GT3 der Generation 992 war noch kein Straßensportwagen aus Zuffenhausen: Das Doppelquerlenker-Vorderachs-Layout und die Aerodynamik mit Schwanenhals-Heckflügel und gewaltigem Diffusor stammen vom GT-Rennwagen 911 RSR, der 510 PS starke Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor basiert auf dem in Langstreckenrennen erprobten Antrieb des 911 GT3 R. Das Hochdrehzahl-Aggregat kommt praktisch unverändert auch im neuen 911 GT3 Cup zum Einsatz – und geht einem mit seinem dramatischen Soundtrack so schnell nicht mehr aus dem Ohr.

Natürlich ist auch der neue GT3 nochmals schneller geworden: Er beschleunigt von null auf 100 km/h in 3,4 Sekunden, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Und doch ist es nicht die pure Leistung, sondern das präzise Handling, die ausgefeilte Aerodynamik und die unvergleichliche Agilität auf und abseits der Rennstrecke, für welche das Kürzel GT3 im Porsche-Kosmos steht. Puristen wird freuen, dass Porsche dem neuen Leistungssportler ein optionales Schaltgetriebe mit auf den Weg gegeben hat. Die wichtigste Kennziffer des neuen GT3 ist jedoch die Rundenzeit auf dem Nürburgring: Nur 6:59,927 Minuten brauchte er für die 20,8-Kilometer. Die kürzere, bislang als Vergleichsmassstab dienende Variante mit 20,6 Kilometer Länge absolvierte der 911 GT3 in 6:55,2 Minuten. Wir erinnern uns: Als 1999 der erste 911 GT3 an den Start ging, umrundete er die Nordschleife mit Walter Röhrl am Steuer als erster Strassensportwagen in unter acht Minuten. Kinder, wie die Zeit vergeht!