Geburtstagstrip nach Goodwood – auf Tour mit zwei McLaren F1 GTR

Zum 20. Jubiläum des legendären Le-Mans-Triumphs trafen sich beim 73. Members‘ Meeting 16 McLaren F1 GTR zu einem klangintensiven Paradelauf! Wir folgten zwei Gulf-Exemplaren auf ihren Geburtstagstrip nach Goodwood.

Per Anhalter nach Goodwood

Der navy-blaue Kurzheck-GTR und der pulver-blaue GTR mit langem Heck sind Teil der bewundernswerten ROFGO-Sammlung, die wir schon vor einigen Jahren einmal besucht hatten. Eingelagert beim Classic Driver Händler Duncan Hamilton, wurde das Duo von dort aus auf einem Trailer nach Goodwood chauffiert. Und während wir auf dem Weg nach Goodwood waren, dachten wir, wie schön doch eine Mitfahrt per Anhalter in einem der Gulf-Rennwagen gewesen wäre.

Millimeterarbeit an der Front

Es dauerte nicht lange, bis die Autos aus der Garage gerollt und bereit waren, auf den Anhänger gerollt zu werden. Das Team wirkte angespannt, denn es waren nur wenige Millimeter Luft zwischen dem Front-Spoiler des GTR und der Verladerampe. Millimeterarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Unmittelbar nach dem Verladen und Verzurren war der kostspielige Konvoi bereits auf dem Weg nach Goodwood.

Farbenfrohes Familientreffen

Die Zusammenkunft der McLaren war nicht weniger beeindruckend, als man es erwartet hätte. Nicht nur die Schwesterautos des Gulf-Duos waren vor Ort, auch der Le-Mans-Gewinner von 1995 im Ueno-Clinic-Livree und das Harrods-Auto, mit dem Derek Bell im selben Rennen auf den dritten Platz fuhr. Bell saß in diesem Goowood-Lauf wieder hinterm Steuer seines Rennwagens. Stuart Hall und Jamie Campbell-Walter nahmen derweil die Zügel der ROFGO-GTRs in die Hand. Die beiden erfahrenen Piloten sind 2013 schon in Le Mans für Aston Martin angetreten.

Bloß nicht übersteuern!

Für viele Anwesenden war die Parade der McLaren F1 das Nonplusultra des 73. Members’ Meetings. Allein das Klangerlebnis, als die 16 Rennwagen in Intervallen auf die Strecke gelassen wurden, war ein Ohrenschmaus. Die vielleicht beste Aussicht hatten die Zuschauer an der Schikane, wo die monströse Kraft der BMW-Zwölfzylinder greifbar schien – nicht nur akustisch, sondern auch, weil die Piloten ihren Wagen immer erst ganz gerade ausrichteten, bevor sie das Gaspedal durchtraten, um bloß ein mögliches Übersteuern zu verhindern.

Fortsetzung folgt...

Nach zwei Tagen Entertainment traten die F1 GTRs wieder den Heimweg an. Zum Glück stehen dieses Jahr noch weitere Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum an, wo wir diese wunderbaren Rennwagen noch einmal zu Gesicht bekommen können.

Fotos: Tim Brown for Classic Driver

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