Ganz Bangkok verfällt dem Porsche-Virus bei "Das Treffen 3"

Die weltweite Porsche-Bewegung hat nicht nur Europa und Amerika als Epizentren. Nein, auch in Südostasien gibt es eine vibrierende Porsche Szene, wie Events wie „Das Treffen“ in Bangkok eindrucksvoll unter Bewies stellen.

Seit über 50 Jahren schon fließt ein kleiner aber kontinuierlicher Strom der neuesten Porsche-Sportwagen nach Bangkok. Doch bis vor kurzem hatten Besitzer aus Thailand und den umliegenden südostasiatischen Ländern keinen Ort, zu dem sie pilgern und an dem sie ihrer gemeinsamen Passion frönen konnten. Bis Sihabutr Xoomsai, Redakteur des Magazins GT Porsche Thailand und von seinen Freunden nur „Tenn“ genannt, auf den Plan trat. Von dem Moment, als ihm noch als Jugendlicher erstmals die Schlüssel eines Porsche 964 zugeworfen wurden, war ihm bewusst, dass man die Begeisterung für die Marke Porsche am besten mit Gleichgesinnten teilt. 

Ermutigt von so phänomenal erfolgreichen Markentreffen wie Luftgekühlt oder der Rennsport Reunion in den USA entschloss sich Tenn, sein weit gespanntes Netzwerk zur Organisation von Das Treffen zu nutzen. Es folgte ein exklusiver Event in Bangkok, auf dem in lockerer Atmosphäre die Begeisterung für Porsche in Südostasien ausgelebt wird. Die Resonanz auf das erste Treffen im Jahr 2016 war überwältigend. Im Gegensatz zu Patrick Longs Luftgekühlt, zu dem – wie es der Name schon sagt – nur luftgekühlte Modelle Zutritt haben, sind bei Das Treffen alle Sportwagen aus Zuffenhausen willkommen. Als Folge kamen schon bei der ersten Auflage rund 200 Autos und 1.000 Menschen zusammen. Dass auch Porsche-Fahrer aus dem entfernten Singapur dabei waren, untermauerte den Status von Tenns Treffen als Schmelztiegel der südostasiatischen Porsche-Szene.

Zwei Jahre später ist Das Treffen noch weitergewachsen. Die Ausgabe von 2018 hat am vergangenen Wochenende ausende von Menschen angelockt, ohne dass dabei die Bodenhaftung verloren gegangen wäre. Stefan Bogner, der zu Porsche-Treffen in aller Welt reisende Fotografen und Herausgeber der „Curves“-Bände, berichtete uns begeistert: „Es ist alles sehr locker und herzlich, man fühlt sich wie ein Teil einer großen Familie“, so der Münchener. „Und die Autos sind einfach der Hammer – einige dieser Jungs würde ich samt ihrer Porsche gern nach Europa einladen, für eine Tour durch die Alpen!“

Die Bandbreite der bei Das Treffen 3 vertretenen Porsche war in der Tat beeindruckend. Von bissigen 356 „Outlaws“ und erstklassig gepflegten frühen 911 S und T über brandneue Cayman und von Ruf getunte 964 bis zu einem Harem seltener 997 Speedster reichte das Aufgebot. Die am stärksten ins Auge stechenden Modelle waren jedoch die unverwechselbaren RWB-Porsche von Akira Nakai. Wohl nie zuvor waren so viele außerhalb Japans an einem Platz zusammengekommen wie nun in Bangkok. Die RAUH-Welt-911, mit ihren comicartig breiten und wunderschön aufgenieteten Kotflügelverbreiterungen, den gigantischen Heckspoilern und fast am Boden schabenden Stoßfängern sind nicht nur Symbole für Nakai-sans freidenkerische Philosophie, sondern auch Ausweis einer blühenden und weltweit betrachtet herrlich unterschiedlich ausgeprägten Begeisterung für modifizierte Porsche – die bei Das Treffen 3 von der südostasiatischen Porsche-Community dankbar umarmt wurde. 

Unübersehbar waren auch die verschiedenen Altersgruppen, die hier zusammentrafen. Es ist immer ermutigend, wenn man so viele junge Gesichter sieht, auch und gerade hinterm Lenkrad. In diesem Punkt bestätigt Das Treffen eine Aussage von Frank Cassidy, dem britischen Porsche Freak hinter Boxengasse, den wir im September interviewt haben. „Porsche ist keine exklusive Marke – man kann vom 5.000 Euro teuren Boxster bis zum mehrere Millionen Euro schweren Rennsportwagen alles kaufen. Das führt dazu, dass man bei solchen Treffen Besitzer aller Altersklassen trifft, mit unterschiedlichen Lebensläufen, Weltanschauungen und Religionen. Sie alle eint eine gemeinsame Passion. Das ist nicht ansatzweise elitär, und daher liebe ich es auch so sehr.“

Diese Beschreibung könnte nicht besser auf Das Treffen und die mit ihr verbundene Community zutreffen. Wir denken, dass dem Event eine leuchtende Zukunft bevorsteht. So leuchtend, dass man überlegen sollte, für 2019 bereits seine Tickets nach Bangkok zu buchen. Ein Riesenkompliment gebührt Tenn dafür, dass er seine Vision in die Tat umgesetzt und dabei vielen Menschen eine große Freude und neue Freundschaften beschert hat. Einfach gesagt: Das ist Porsche!“ 

Fotos: Stefan Bogner for Classic Driver © 2018

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