Ferrari und Pininfarina: Stationen einer wunderbaren Freundschaft

Ferrari und Pinin? Das kann nicht funktionieren! Es ist, als würde man zwei Primadonnen in eine Oper stecken. So die allgemeine Haltung der Automobilwirtschaft in den Fünfzigerjahren. Doch es kam anders, es funktionierte.

Bis heute brachte die Kooperation zwischen den italienischen Traditionshäusern einige der hinreißendsten Sportwagen aller Zeiten hervor.

Es ist die Zusammenarbeit mit Ferrari, die Pininfarina zum wohl bekanntesten Automobildesign-Studio des letzten Jahrhunderts macht. Dass es zwischen den beiden „Primadonnen“ Enzo Ferrari und Battista Pinin überhaupt zu einer Partnerschaft kam, dafür ist hauptsächlich Sohn Sergio Pininfarina verantwortlich, der am 3. Juli 2012 im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Anfang der Fünfziger verkündete Enzo Ferrari, „er wolle Sergios Vater Battista gerne nach Modena einladen.“ Die Antwort lautete: „Ich würde Enzo gerne treffen, aber er solle doch bitte nach Turin kommen.“ Man war und wurde sich nicht einig. Erst als Sergio ein Treffen auf neutralem Grund organisierte, einem Restaurant in Tortona auf halbem Weg zwischen Turin und Modena, kamen die beiden ins Gespräch. Der Rest ist Geschichte...

Insgesamt entstanden in der mittlerweile fast 60 Jahre währenden Partnerschaft der beiden Traditionshäuser rund 200 verschiedene Ferrari-Designs – das aktuellste Modell ist der Ferrari F12berlinetta. Zweifelsohne: Wäre Sergio Pininfarina nicht gewesen, die Automobilwelt wäre heute eine andere.

Einige der bedeutendsten Ferrari-Modelle aus der Feder von Pininfarina haben wir in einer Fotogalerie zusammengestellt.



Fotos: Ferrari

Zahlreiche Ferrari finden Sie im Classic Driver Markt.