Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello

Wo stehen eigentlich all die Klassiker, Rennwagen und Prototypen, die nicht im Ferrari Museum zu sehen sind? Bei einem Besuch auf dem Firmengelände in Maranello haben wir den wahrscheinlich wertvollsten Parkplatz Italiens entdeckt.

Gut, wirklich geheim ist die Sammlung eigentlich nicht. Schließlich sind wir nicht Indiana Jones – und die Autos stehen recht zugänglich in einer der Produktionshallen auf dem Ferrari-Werksgelände in Maranello. Aber was schreibt man nicht alles für ein paar Clicks – und wo Sie schon einmal hier sind, sollten Sie auch weiterlesen. Denn in der Tat haben wir hinter der Motorenfertigungslinie einige Ferrari-Modelle entdeckt, die wir schon fast vergessen hatten. Etwa einen von nur fünf gebauten Ferrari 288 GTO Evoluzione, jener bis zu 640 PS starken und 362 km/h schnellen Vorstufe des legendären Ferrari F40.

 

Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello
Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello

Die Serienversion des Ferrari 288 GTO ist in der Werkshalle übrigens ebenso vertreten wie der superschnelle, aber ästhetisch immer etwas fragwürdig gebliebene F50. Aus jüngerer Vergangenheit sind Prototypen und frühe Exemplare des Ferrari 360 Modena zu sehen, und auch der in Kleinserie gebaute Ferrari 550 Barchetta wartet hier in aller Ruhe auf die Aufnahme in den Klassiker-Olymp. Auch dem Ferrari 612 Scaglietti, der 2005 eine 15.000-Meilen-Tour durch China absolvierte, könnte einst ein ähnlicher Stellenwert zukommen, wie heute den klassischen US-Editionen wie California Spyder und Superamerica.

 

 

Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello
Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello Die geheime Ferrari-Sammlung von Maranello

Neben dem Ferrari 250 S von Vignale, der 1952 mit Giovanni Bracco und Alfonso Rolfo bei der Mille Miglia einen großen Triumph feierte, sind in den Werkshallen auch modernere Renn- und Formel-Wagen geparkt – etwa der F1-Bolide der Scuderia Ferrari aus der Saison 1985 oder der ehemalige Arbeitsplatz von Gerhard Berger. Bedenkt man, dass nur wenige Schritte entfernt die Motoren der aktuellen Ferrari-Modelle gefertigt werden, kann dieser „Zwischenparkplatz“ eigentlich kein Zufall sein: Eine bessere Inspiration für die Ingenieure und Mechaniker, als die großen Ikonen der Firmengeschichte tagtäglich zu sehen, könnte es kaum geben.

 

Fotos: Jan Baedeker

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