Der einzig überlebende Ford GT40 Roadster sucht einen neuen Besitzer

Der GT40 gilt als der Ford, der Ferrari in Le Mans schlug. Nachdem der erste Einsatz 1964 grandios scheiterte, entstanden nochmals zwölf verbesserte Prototypen. Darunter sechs Roadster, von denen der einzig original erhaltene nun zum Verkauf steht....

Ready to hit the road(ster)

Obwohl die ersten Einsätze des GT40 in Le Mans 1964 nicht von Erfolg gekrönt waren, sah Henry Ford II großes Potenzial und ließ zur Perfektionierung des als Ferrari-Killer auserkorenen Modells zwölf weitere Prototypen bauen. Dieses für Shelby American bei Ford Advanced Vehicles in Slough (England) im Oktober 1964 aufgebaute Exemplar ist der achte Wagen der Serie und zugleich der erste von sechs Roadstern. Das Auto diente als Test- und Entwicklungsfahrzeug und wurde bei Demonstrationsfahrten quer durch die USA eingesetzt. Zumeist von Ken Miles, aber auch von Carroll Shelby und sogar Jim Clark, der das Auto im Vorfeld des US-Grand Prixs in Watkins Glen ausprobierte. Was das Auto so wertvoll macht, ist jedoch die Tatsache, dass es das einzige heute noch originalgetreue Modell der 12-erSerie ist. Während die anderen Prototypen entweder verschrottet oder zu Coupés umgebaut wurden, blieb Chassis 108 von solchen Umbauten verschont. Es trägt noch immer die Original-Frontpartie von 1965 und die flachere Heckpartie der offenen Versionen. Abgesehen von Charlotte, der weisen Spinne (englisch: Spyder) von Wilbur dem Schwein aus dem berühmten Kinderbuch von 1952, ist dieser GT40 wohl der berühmteste amerikanische „Spyder“, der jemals aus den Geschichtsbüchern kam. 

Fotos: Girardo & Co.

Dieser Ford GT40 steht im Classic Driver Markt bei Girardo & Co. zum Verkauf. Sollten Sie nächste Woche in Monterey sein, können Sie das Auto bei The Quail, A Motorsports Gathering, auch persönlich in Augenschein nehmen