Das AMC Amitron Concept von 1967 war seiner Zeit voraus

Während damals alle anderen noch in Heckflossen und anderen Extravaganzen schwelgten, ahnte AMC die Ölkrise und baute ein pfiffiges Elektro-Microcar: das Amitron Concept. Aber für eine Serie war es seiner Zeit einfach zu weit voraus.

Mit Rädern buchstäblich an jeder Ecke montiert, konnte es das Platzangebot des Mini-Keils von AMC mit jedem größeren Concept Car der späten sechziger Jahre aufnehmen, obwohl der Winzling sogar 3,5 cm kürzer als der heutige Smart war. Die breite Spur der beiden Achsen des fast quadratischen Amitron schenkte drei Insassen genügend Komfort, um bequem nebeneinander zu sitzen zu können. Die Sitze selbst waren mit Luft gefüllt, die, entleert, zusätzlichen Stauraum boten. Seine elektrische Kraft bezog der Amitron aus Lithium-Nickel-Fluor-Batterien, die eine weit größere Reichweite versprachen, als die herkömmlichen Bleibatterien der Epoche. Bahnbrechend war hier auch der erste Einsatz von Technologie mit der sich Bremskraft rekuperieren ließ. Mit dem Amitron wurden Aspekte der zukünftigen urbanen Mobilität durchgespielt, die Jahrzehnte später aktuell sein sollten. Doch die Vision von AMC war zu fortschrittlich, selbst noch zehn Jahres später, als er zum zweiten Anlauf neue Farben verpasst bekam.

Fotos: AMC