Aston Martins Rennerfolge: Die glorreichen Feltham-Jahre

Der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1959 setzte die britische Sportwagenmarke endgültig auf die Landkarte. Aber auch legendäre Straßenklassiker wie der DB2 und DB3 wurden im Rennstall von Feltham gebaut.

 

Es war eine Anzeige in der Times, die den erfolgreichen Traktorhersteller David Brown 1947 animierte, Aston Martin und Lagonda zu kaufen. Unter seiner Leitung wurde nicht nur die berühmte DB-Serie entwickelt. Er wußte auch, wie wichtig Rennerfolge für die Serienproduktion sein würden. Aber es war ein langer, harter Weg vom ersten Sieg in Spa 1948 bis zum ersten Platz in Le Mans elf Jahre später.

Es dauerte aber zunächst ein paar Jahre bis der DB2 - einer der erfolgreichsten Sportwagen der fünfziger Jahre - an Kunden ausgeliefert werden konnte. In der Zwischenzeit baute Browns Unternehmen eine Handvoll „Aston Martin Two Litre Sports”. Der Vierzylinder taugte auch für den Motorsport und erhielt später die Nomenklatur DB1. Der Vorgänger dieser etwas üppigen Cabrios war das berühmte „Spa Special”, der als erster Aston Martin nach dem Zeiten Weltkrieg prompt 1948 die 24 Stunden von Spa gewann. Es sollte allerdings noch einmal elf Jahre dauern, bis sich die Marke mit dem atemberaubend schönen DBR1 1959 aufs Siegerpodest in Le Mans fahren konnte.

 

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Der DB2 mit Sechszylindermotor war weltweit das erste Fließheckmodell (DB2/4 und DB2/4 Mk II). Beim damals ungewöhnlichen Design standen ein zweisitziges Coupé und ein Cabrio Pate. Die letzte Version des DB Mk III wurde sogar noch ein paar Monate weiter gebaut, obwohl 1958 bereits der neue DB4 vom Band im Werk von Feltham lief. Das Styling des DB Mk III griff Elemente der von Frank Feeley gezeichneten DB3S-Rennwagen auf, unter anderem den charakteristischen Kühlergrill, der auch heute vom Rapide S getragen wird.

 

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In Spa entdeckte Brown auch bei der Konkurrenz einen neuen Teammanager für die DB2-Rennwagen. Er sicherte sich die Dienste von John Wyer, der zunächst nur für eine Saison den Rennstall führen sollte, aber schließlich neun Jahre später mit dem ersten und zweiten Platz in Le Mans den Erfolg von Aston-Martin krönte. Mit Fahrern wie Salvadori, Collins, Shelby und dem großen Stirling Moss war die Marke ein Angstgegner für die stärker motorisierten Jaguar und Ferrari. Abgesehen vom Sieg in 1959, sicherten sich Moss/Collins dort den zweiten Platz 1956 in einem DB3S/9. Das Team triumphierte ebenfalls bei den 1000 Kilometern auf dem Nürburgring in den Jahren 1957 bis 1959 - das Jahr in dem sie auch noch Weltmeister wurden.

 

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Wyer und Lofty England vom Team Jaguar pflegten eine sportliche Rivalität. Sah einer die Mechaniker während eines Rennes in der Pitbox unter Zeitdruck werkeln, wurde liebenswürdig nachgefragt: alles in Ordnung, hoffe ich? Aston Martins Feltham-Jahre brachten nicht nur den Grand Tourer DB2 hervor. Seine Nachfolger definierten auch den Anspruch der Marke: schnell, vornehm zurückhaltend im Design und komfortabel. Es waren auch die goldenen Jahre des Motorsports, die von den typisch britischen Aston-Rennwagen in grün-metallic geprägt waren.

 

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Bedeutende Designer wie Allemano, Bertone, Ghia, Vignale und touring Superleggera ließen sich ebenfalls zu Spezialversionen inspirieren. Einige Modelle des DB4 wurden noch in Feltham gefertigt. Aber als das Unternehmen Mitte der fünfziger Jahre die Tickford-Karosseriewerke in Newport Pagnell übernahm, wurde die Produktion verlagert. Aber die Project Cars von 1962 bis 1963 entstanden noch dort in der Entwicklungsabteilung. Als in den sechziger Jahren James Bond mit einem Aston Martin ausgestattet wurde und das Unternehmen wieder einmal den Besitzer wechselte, endete das Kapitel Feltham.

 

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Fotos: Aston Martin