Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite

ls der Aston Martin DB4 Convertible im Jahre 1961 erstmals in den Handel ging, widerfuhr ihm sofort großes Interesse. Dennoch entstanden nur rund 70 Fahrzeuge. Alles eine Frage des Geldes eben.

 

Das DB4 Convertible debütierte im Jahr 1961 auf der London Motor Show. Also exakt drei Jahre nachdem die geschlossene Variante hier einem begeisterten Publikum vorgestellt wurde. Diesmal allerdings wurde das Design bei Aston Martin intern voran getrieben. Die wunderbare Vorlage von Touring diente dabei unverkennbar als Ausgangsbasis. Glücklicherweise, denn so blieb die ausgewogene Grundform mit den typischen Aston-Martin-Merkmalen jener Epoche erhalten.

Die Philosophie von Sir David Brown, seine Fahrzeuge kontinuierlich zu verbessern, klingt noch heute plausibel. Allerdings führte sie in der damaligen Praxis dazu, dass Aston-Sportwagen innerhalb einer Serie teils erhebliche Modifikationen erfuhren. Zu behaupten, dass kein Aston dem anderen gleicht, führt zu weit, jedoch ist die Varianz erheblich. Sie offenbart sich meist bei Teil- oder Komplettrestaurationen. Und das nicht immer mit erfreulichen Überraschungen. Dies gilt auch für den offenen DB4. Obwohl das Fahrzeug parallel mit dem Coupé verfügbar war, unterscheidet es sich doch erheblich von diesem. Vielmehr enthält der Aston bereits wesentliche Merkmale des späteren DB5 Coupé, wie beispielsweise den verlängerten Hinterwagen. Andere Merkmale wie die zu öffnenden Dreiecksfenster gingen erst mit dem späteren DB6 umfänglich in Serie.

 

Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite
Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite

Im Vergleich zu diesen späteren Modellen, bewahrte sich das DB4 Convertible ganz besondere Eigenheiten. In den Folgejahren setzte das Fahrzeug an Gewicht zu und strafte die „Superleggera-Konfiguration“ von Touring eher Lügen. Auch der Abgasstrang wurde sportlicher ausgelegt, der Klang mithin kerniger. Wer die Möglichkeit hat, dies mit einem späteren DB-Modell zu vergleichen, wird dem zustimmen: Während der DB4 nur gegen zwei Dämpfer blies, wiesen DB5 und DB6 derer vier in der zweiflutigen Anlage auf.

 

 

Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite
Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite

Wer es sich in den erstaunlich gut modulierten Sitzen bequem macht, wird von einem dünnen Lenkradkranz begrüßt. Eingefasst von Kipphebeln und Rundinstrumenten offenbart sich dem Fahrer ein wunderbares Cockpit, welches aufgrund der schwarzen Uhren und Lackierung sehr elegant und wertig erscheint.

 

 

Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite
Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite

Während spätere Fahrzeuge in ihrem Gesamthabitus noch proportionierter erscheinen, mit mehr Leistung trumpfen und Filmkarrieren absolvierten, ist es vielleicht gerade der DB4, der das ehrlichste Fahrerlebnis der Newport-Pagnell Sechszylinder bietet. Da das Cabriolet nur einen kleinen Anteil an der Gesamtproduktion hat, ist es heute zugleich die Eintrittskarte in einen sehr exklusiven Club. Hier findet man sich im doppelten Sinne auf der Sonnenseite des automobilen Lebens.

 

Aston Martin DB4 Convertible: Auf der Sonnenseite

 

Weiterführende Links

Weitere Informationen über diesen DB4 Convertible finden Sie im Classic Driver Marktplatz – sowie eine große Auwahl weiterer DB4.

 

 

Fotos: Simon Clay