5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Nur noch ein Tag bis zum Wochenende. Wir haben deshalb für Sie fünf Klassiker aus dem Classic Driver Markt ausgewählt, die den goldenen Oktober versüßen. Egal ob Sie eine Herbstausfahrt planen, noch einmal ausgiebig offen unterwegs sein wollen oder ein paar Runden auf der Rennstrecke drehen wollen.

Traumauto, Traumfarben 

Dieser Porsche 934 von 1976 ist etwas für die Porsche-Verrückten. Er wurde vom IMSA GT-Champion Al Holbert gefahren und hat an der Trans Am-Serie 1976, den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden von Sebring teilgenommen. Insgesamt hat er vier Podiumsplätze erzielt und ist ein echter Track-Veteran. Außerdem ist er tatsächlich auch noch einmalig, weil er die Nummer 22 von nur 31 von Porsche gebauten Exemplaren darstellt – eine Art furchteinflößendes Einhorn. Der 3,0-Liter-Sechszylinderboxer über der Hinterachse entfesselt 485 wilde Pferde, die zusätzlich von einem mächtigen Turbolader gescheucht werden. Obwohl dieser 934 durch und durch wie ein Rennwagen aussieht – und natürlich auch einer ist -, entspricht der Innenraum nicht den spartanischen Gepflogenheiten des Motorsports. Weil der 911 Turbo der 930-Baureihe nah am Gewichtslimit der Gruppe 4 kratzte, wurde das Cockpit mit Himmel, Armlehnen, Teppich, Ablagefach, Türfächern und elektrischen Fensterhebern konfiguriert. Er hat eine umfassende Restaurierung erfahren und wäre Ihre ideale Track Day-Waffe. 

 

Luxuriöse Zugreise

Der Bentley Continental R wirkt wie eines jener Modelle, denen die Zeit nichts anzuhaben scheint: Zu modern, um schon 25 Jahre alt zu sein und zugleich zu klassisch schön, um aus den neunziger Jahren zu stammen. Wir schätzen ihn mit jedem Jahr mehr! Dieser Narrow Body Mulliner R von 1998 ist allerdings kein üblicher Vertreter seiner Art, denn er ist Teil einer ultra-exklusiven Serie von nur 10 besonders konfigurierten Autos, die unter dem leicht skurrilen Namen „Black Train“ für den US-Markt gefertigt wurden. Ihren Namen verdanken sie der komplett in schwarz gehaltenen Spezifikation und der Kombination eines 420 PS starken 6,75-Liter-V8 aus dem Continental T für den schmalen, längeren Körper des Continental R. Dieser „Black Train“ ist sogar nochmal eine Spur exklusiver, denn er wurde nach europäischer Spezifikation gebaut. Aktuell ist sein Besitzer Guglielmo Miani, deswegen war dieser Bentley auch einer der Stars des Fuoriconcorso in 2019. Der düster luxuriöse Zug hat nur etwas über 23.000 Meilen auf dem Tacho. Er ist ein Sleeper mit enormen Potenzial, aber alles andere als ein Schlafwagen. 

 

Europas Mustang

Von Ric WOOD auf der Basis eines straßentauglichen Capri aufgebaut, ist dieser Ford Capri 2600RS Gr2 von 1971 das perfekte Auto für jedem, der Lust auf historische Rennen hat, zum Beispiel Peter Autos neue HTC-Meisterschaft. Der vorherige Eigner war anscheinend ein passionierter Rennfahrer, denn er gab Equipe Europe carte blanche, um diesen Capri in einen Rennstrecken-Dominator zu verwandeln. Mit einem V6, der 350 PS aus den Asphalt bringt und Stallfarben, die keiner übersieht, ist dieser auftrumpfende Capri bereits startklar für den nächsten Auftritt, komplett mit wichtigen Ersatzteilen wie Hinterachse und Getriebe. Wenn es Sie demnächst wieder auf die Rennstrecke zieht, dann ist dies die etwas zivilisiertere Alternative zu einem rennvorbereiteten Mustang. 

 

Ein BMW für die Ballistik

Jeder, der damals Lebenszeit mit dem Spiel „Need for Speed Most Wanted“ verbracht hat, wird einem E46 M3 mit Bodykit und Heckflügel sofort verfallen. Aber dieses Auto ist sogar noch verrückter als jeder digitale Racer. Denn dieser BMW M3 GR von 2001 lässt alte Schülerträume wahr werden. Er ist einer von nur 5 Exemplaren, die PTG und BMW für die Rolex Grand-Am-Meisterschaft bauten. Und er sogar noch seltener, denn er ist auch noch einer von zweien, die mit einer Trockensumpf-V8-Rennmachine mit 5,0-Liter Hubraum ausgerüstet wurden – an Stelle des Reihensechszylinders, weil man eine Lücke im Reglement entdeckte. Pech und technische Probleme sorgten dafür, dass dieses Biest nie den Rennerfolg einfahren durfte, den es wohl verdient hätte. Aber er sieht aus, als befände er sich in makellosem Zustand. Bereit, noch einmal mehr Gummi zu geben. 

 

Typisch Zagato

Kaum vorstellbar, dass man den Proportionen des charmant schrägen Alfa Romeo SZ noch einen weiteren Drall verpassen konnte, zumal er bereits den Spitznamen „Il Mostro“ trug, aber Zagato schaffte es, in dem man beim RZ einfach das Dach abschnitt. Dieser Alfa Romeo SZ von 1993 mag zwar nicht jedermanns Sache sein, aber er teilt sein Grundgerüst mit dem geschlossenen Gefährten und dem Alfa Romeo 75 QV – anerkanntes Fahrvergnügen. Außerdem ist er recht selten: Hier handelt es sich um die Nummer 134 von nur 278 je gefertigten RZ. In dieser leuchtend gelben Lackierung mit nur 30.000 Meilen auf der Uhr könnte man sich doch mit ihm anfreunden, oder?