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Das ultimative Wüstenabenteuer? Mit dem Mini ohne Klimaanlage von Manama nach Maskat

Die meisten vernünftigen Menschen würden im Mai ein modernes Auto für eine Fahrt über den arabischen Golf wählen. Doch Hussain Karimi entschied sich für einen 26 Jahre alten Mini Cooper ohne Klimaanlage, um die Route für seine neue Luxus-Tour von Manama nach Maskat auszukundschaften.

Viele Automobil-Enthusiasten teilen eine unausgesprochene, beharrliche Romantik und den festen Glauben daran, dass das emotionale, wenn auch unpraktische Auto letztlich immer die lohnendere Wahl ist als die vernünftige Alternative. Hussain Karimi hat diese These nun eindrucksvoll untermauert. Er ist der Initiator von „Manama to Muscat“, kurz M2M, einem luxuriösen Roadtrip, der im Dezember 2026 Premiere feiert.

Die Route verbindet die bahrainische Hauptstadt über fünf Länder und mehrere tausend Kilometer hinweg auf den spektakulärsten Straßen der Golfregion mit der Küste des Oman. Bevor Karimi jedoch Gleichgesinnte auf diese Reise schickt, wollte er die Strecke unbedingt selbst erfahren. Während die Erkundungsfahrt an sich absolut notwendig war, galt das für die Wahl des fahrbaren Untersatzes wohl eher weniger.

„Nigel ist sechsundzwanzig Jahre alt“, erzählt Karimi mit einer Herzlichkeit, als spräche er über einen alten Freund. „Tahitiblau, ein klassischer Mini Cooper und absolut keine Klimaanlage.“ Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Ich habe ihn mitten im Mai durch Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman gesteuert.“ Schon beim reinen Gedanken daran kommt man ins Schwitzen. Karimi ging es vor allem darum, jeden einzelnen Kilometer der Strecke am eigenen Leib zu spüren, bevor er andere einlädt, sich ihm anzuschließen. Das Ziel sei simpel gewesen, die Umsetzung hingegen weniger.

Der kleine Brite namens Nigel zeigte sich von den Strapazen jedoch völlig unbeeindruckt. Trotz der extremen Wüstenhitze, die weit jenseits dessen lag, was man einem Oldtimer gemeinhin zumuten möchte, spulte der Cooper sein Programm ohne Murren ab. Ob zäher Stadtverkehr, endlose Wüstenhighways oder anspruchsvolle Passstraßen im Gebirge, der Mini fand immer einen Rhythmus. Laut Karimi durchquerte der Wagen unspektakulär fünf Länder ohne einen einzigen technischen Defekt. Moderne Supersportwagen mögen zwar einen enormen Leistungsvorteil bieten, doch das geringe Gewicht und das agile Handling des Minis machten jede Kurve zu einem Erlebnis. Während der Fahrer unterwegs des Öfteren an seinem Verstand zweifelte, tat das Auto dies keine Sekunde.

Was dem Klassiker an modernem Klimakomfort fehlte, glich er durch seinen unschätzbaren Sympathiewert problemlos aus. An den Grenzübergängen, Tankstellen und Hotelauffahrten der Region avancierte Nigel schnell zum ultimativen Eisbrecher. Karimi erinnert sich gern daran, wie magisch die Menschen von dem Wagen angezogen wurden. Der Mini fungierte als eine Art Botschafter, der Türen öffnete, Fremde zusammenbrachte und überall für ein Lächeln sorgte. Es liegt eine feine Ironie darin, dass in einer Gegend, die sich heute stark über die neuesten, größten und teuersten Fahrzeuge definiert, ausgerechnet ein kleiner, analoger Brite aus dem Jahr 1999 die Herzen der Menschen im Sturm eroberte.

Gleichzeit bestätigte diese Reise die Philosophie, die hinter dem gesamten M2M-Projekt steht. Das Automobil bietet nach wie vor eine der intensivsten Möglichkeiten, eine Region zu entdecken. Auf der Straße erlebt man den fließenden Übergang der Landschaften, der Architektur, der Kulinarik und der Kulturen hautnah. Der Nahe Osten verwandelt sich hinter dem Lenkrad in ein zusammenhängendes, faszinierendes Abenteuer. Bei der siebentägigen Tour gibt es weder Zeitdruck noch Wettbewerbscharakter. Es handelt sich um ein reines Luxuserlebnis mit exklusiven Hotels und unvergesslichen Routen durch fahrtechnisch reizvolle Gebiete, maßgeschneidert für Enthusiasten, für die der Weg das eigentliche Ziel ist. Karimi bringt es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: Jedes Auto ist willkommen, nur das Ego muss zu Hause bleiben. Der Einsatz des Minis war dafür der beste Beweis.

Man benötigt eben nicht den neuesten Hypersportwagen, um ein echtes Abenteuer auf Rädern zu erleben. Nigel hat das eindrucksvoll demonstriert. Für die reguläre Tour im Dezember lässt Karimi dann aber doch durchblicken, dass er beim nächsten Mal womöglich ein Fahrzeug mit funktionierender Klimaanlage bevorzugen wird.

Mehr über dieses außergewöhnliche Roadtrip-Abenteuer im Herzen des Nahen Ostens lässt sich hier erfahren.

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