Das sind unsere Favoriten der Genfer Uhrenauktion von Phillips

Bei der achten „Geneva Watch Auction“ von Phillips kommen am 10. und 11. November 2018 im Hôtel La Réserve in Genf ganze 226 Sammleruhren zum Aufruf. Das Angebot reicht von spannenden Einsteigermodellen bis zu den ganz großen Ikonen der Uhrmacherkunst.

Zeit ist relativ – das gilt vor allem am Genfer See. Denn während derzeit im Kernforschungszentrum in Cern die Ionen mit Lichtgeschwindigkeit durch die Teilchenbeschleuniger flitzen, um die ersten Nanosekunden des Weltalls zu rekonstruieren, geht es am kommenden Wochenende einige Kilometer weiter bei der Uhrenauktion von Phillips vergleichsweise gemütlich zur Sache: 226 klassische Zeitmesser fürs Handgelenk und die Jackentasche kommen in zwei Versteigerungstagen unter den Hammer – die ältesten Exemplare sind mehr als 100 Jahre alt. Und wieder einmal ist es den Uhrenspezialisten von Phillips gelungen, einen so hochkarätigsten wie vielseitigen Katalog zusammenzustellen. 

Die seltensten und teuersten Uhren tragen natürlich die Embleme von Patek Philippe und Rolex auf dem Zifferblatt. Da ist etwa eine Patek Philippe der Referenznummer 3974mit Platingehäuse, Minutenrepitition und ewigem Kalender aus dem Jahr 1994, die auf 650.000 bis 950.000 Franken geschätzt wird, sowie der einzig bekannte roségoldene Patek Philippe Chronograph mit Referenznummer 530, die bei Astrua Torino verkauft wurde und 400.000 bis 800.000 Franken einbringen dürfte. Die teuerste Rolex im Katalog ist der Prototyp einer Sea-Dweller „Single Red“ mit Referenznummer 1665 – die Stahluhr aus dem Jahr 1967 wird auf 500.000 bis 1.000.000 Franken taxiert. Wir würden uns aber auch mit einer Rolex Oyster Cosmograph "Paul Newman Panda" für 350.000 bis 550.000 Franken begnügen.

So sehr diese Hochkaräter fürs Handgelenk auch beeindrucken: Noch spannender finden wir stets die Suche im Katalog nach den ungewöhnlichen, aber vergleichsweise bezahlbaren Uhren – vor allem, wenn sie einen Bezug zur Welt der Automobile oder zum Motorsport haben. Da ist beispielsweise eine wunderschöne Heuer Autavia "Jo Siffert Chronomatic" mit Referenznummer 1163T und charakteristischen blauem Zeiger, die 40.000 bis 80.000 Franken kosten soll. Oder das Los mit Nummer 180, eine wunderbare blaue Universal Genève „Exotic Nina Rindt“, wie sie einst von Jochen Rindts glamouröser Ehefrau und persönlicher Zeitnehmerin in der Boxengasse getragen wurde. Die Uhr von 1971 wird auf 10.000 bis 15.000 Franken geschätzt. Für diesen Schätzpreis wird auch eine seltene, von Hanhart für Ferrari entwickelte Duo-Stopuhr aus den 1950er Jahren gelistet – wer noch eine Borduhr für seinen Ferrari 250 MM für die kommende Mille Miglia sucht, sollte bei diesem Los also die Hand heben. 

Ein Uhrenhersteller, der derzeit besonders viel Aufmerksamkeit (und eine beachtliche Wertsteigerung) erfährt, ist Omega. Die Marke ist im Katalog sogar mit 22 Losen vertreten. Da gibt es etwa ein Exemplar jene 1014 gefertigten Omega Speedmaster Apollo XI 1969 aus 18-Karat-Gold, mit der 1970 die Mondlandung gefeiert wurde und die nun 15.000 bis 25.000 Franken kosten soll, sowie den Prototypen einer Astronauten-Uhr, die im Rahmen des Projektes „Alaska“ in den 1970er Jahren für die NASA entwickelt wurde und 40.000 bis 60.000 Franken einbringen könnte. Eine Omega Seamaster 120 „IDF“ aus Stahl und Bakelit für die Israelische Armee dürfte derweil schon für 8.000 bis 12.000 Franken den Besitzer wechseln. Unser Favorit der Genfer Uhrenauktion von Philips ist leider etwas teurer – die äußerst seltene Omega Speedmaster mit Referenznummer 2915-1, Stahlgehäuse und „Tropical Dial“ von 1958, die einst tatsächlich ins tropische Singapur ausgeliefert wurde, wird auf 150.000 bis 300.000 Franken geschätzt. Den gesamten Katalog der „Phillips Geneva Watch Auction: Eight“, die am  am 10. und 11. November 2018 im Hôtel La Réservein Genf stattfindet, finden Sie im Classic Driver Markt. 

Unsere 10 Favoriten der „Phillips Geneva Watch Auction: Eight