


Franco Sbarro wurde 1939 in der italienischen Region Apulien geboren und arbeitete jahrelang als Mechaniker für die Scuderia Filipinetti, bevor er 1968 in Grandson am Neuenburger See sein eigenes Designbüro A.C.A. gründete. Projekte mit amerikanischen V8-Motoren gehörten zu seinen liebsten, so auch dieser „Spatula“ von 1987. Seinen Namen, zu Deutsch Pfannenwender, verdankt der Wagen der flachen Front und dem nach oben geschwungenem Heck samt integriertem Spoiler.



Der Prototyp war den spektakulären Can-Am-Rennwagen von Herstellern wie McLaren und Lola nachempfunden. Diese Boliden benötigten lediglich zwei Sitze und eine Karosserie, die die Räder abdeckte; fast alles Übrige ließ das Reglement offen. Sbarros Einzelstück kombiniert einen Gitterrohrrahmen mit einem Chevrolet-Small-Block-V8, einem Motor, wie man ihn aus der Can-Am-Ära kennt. Seine Rennhistorie beschränkt sich auf eine Teilnahme am Grand Prix von Casablanca mit Gérard Pillon am Steuer sowie Starts bei einigen Bergrennen.



1990, inzwischen im Besitz von Patrick Lesur, erhielt der Wagen einen FIA-Wagenpass. Lesur meldete ihn 1995 zu den Coupes de l’Âge d’Or in Montlhéry, ehe er 2001 in die Sammlung seines letzten Besitzers überging. Für Sammler, die sich für unabhängige Hersteller und die Geschichte von Prototypen interessieren, bietet dieser V8-Bolide die seltene Gelegenheit, ein Werk aus den frühen Jahren von Sbarros Studio in Grandson zu erwerben.































