Die schönsten Alpenpässe - verraten von Stefan Bogner

Stefan Bogner kennt sie alle – als passionierter Pass- und Kurvenfotograf war er auf fast allen Straßen der Alpen unterwegs. Wir haben ihn nach seinen drei Favoriten für einen Wochenend-Ausflug in die Berge gefragt.

Gotthard/Tremola

Die alte Gotthardstrasse mit ihrem Kopfsteinpflaster ist für mich Strassenbaukunst pur. Die Tremola war ein wichtiger Handelsweg und hat viele Reisende kommen und gehen sehen. Sie ist sehr karg und kraftvoll, eine Art Neil Young unter den Pässen. Und ich mag dieses Gefühl von „handmade“. Gleich dahinter der Nufenen-, der Grimsel und der Sustenpass – allesamt in einem Tag zu machen. Neben dem Stilfserjoch habe ich den Gotthard-Pass am meisten befahren.

 

Galibier

Einer der französischen Klassiker. Erst richtig verliebt habe ich mich, als ich mit dem Helikopter zunächst alle Kurven abgeflogen und danach – alleine, ohne Verkehr – einmal hin und zurück gefahren bin. Er ist einfach wunderschön angelegt, hat fast etwas episches - und vor allem seinen eigenen Rhythmus. Für Fahrradfahrer die Herausforderung Nummer eins, aber auch im Oldtimer kommt man ins Schwitzen.

 

Grossglockner

Ein wunderbar langer Pass, der nach touristischen Gesichtspunkten gebaut wurde, und eine grandiose Streckenführung mit herrlichen Panoramaplätzen. Mein Tipp: Am besten ganz in der früh oder spät am Abend in der Off-Season befahren. Der Grossglockner ist ein typischer Cruiserpass zum geniessen, nicht zu kurvig, aber dennoch sportlich. Zur Ausrüstung gehört eine gute Brotzeit – und auch eine charmante Picknick-Begleitung zahlt sich aus.

 

 

Stefan Bogner ist Mitbegründer der Münchner Designagentur fpm, unter Autofahrern ist er vor allem für seine Kurvenbibel „Escapes - Traumrouten der Alpen“ sowie sein Magazin „Curves“ bekannt. Derzeit ist der Fotograf auf Weltreise, seine neuesten Abenteuer kann man in seinem Blog verfolgen.