Eine Reise durch 60 Jahre Grafikdesign in 3.500 Entwürfen

Im zweiten Band der bei Taschen erschienenen „Geschichte des Grafikdesigns“ begibt sich der Designer und Autor Jens Müller auf eine Zeitreise durch Gestaltungsgeschichte der letzten 60 Jahre.

Auch wenn die Bilderwelten des 20. Jahrhunderts vom Film und der Fotografie dominiert wurden, sind es doch oft die grafischen Symbole und Kompositionen, die sich mit ihrer Schlichtheit und Prägnanz am nachhaltigsten im kollektiven Unterbewusstsein festsetzen. Im zweiten Band seiner gewaltigen „Geschichte des Grafikdesigns“ illustriert der sachkundige Autor Jens Müller die Entwicklung des Kommunikationsdesigns von den 1960er Jahren bis heute – und von der Begründung des International Style bis zur digitalen Revolution. Neben Plattencovern, Filmplakaten, U-Bahn-Plänen, Produktverpackungen und Typografien sind es vor allem die weltbekannten Firmenlogos und Markenidentitäten (von Levi’s bis Lufthansa, von American Express bis Apple), die aus der Ikonografie der Konsumkultur nicht wegzudenken sind. Doch auch den Symbolen der Gegenkultur gibt Jens Müller ihren Raum – etwa in Form der höchst ästhetischen Propagandaplakate der Studentenrevolte von 1968, des „Atomkraft – Nein danke“-Aufklebers oder jener politisch aufgeladenen Retro-Grafiken, die uns heute wieder von den Titelseiten der „Time“ oder „Newsweek“ entgegenblicken.

 

Die Evolutionsgeschichte des Grafikdesigns – und der Gesellschaft, deren Entwicklung es widerspiegelt – wird in dem großformatigen Buch anhand von rund 3.500 Entwürfen und 80 Schlüsselwerken sowie 118 Porträts wegweisender Gestalter wie Massimo Vignelli, Otl Aicher, Shin Matsunaga, Paul Scher, Neville Brody und Stefan Sagmeister erzählt. Beide Bände zusammen formen ein Standardwerk, das in keinem gut sortierten Dieter-Rams-Regal fehlen sollte. 

Fotos: Taschen

Das Buch „Geschichte des Grafikdesigns. Band 2, 1960 bis heute" finden Sie im Online-Shop des Taschen-Verlags.