Was man beim 76. Goodwood Members’ Meeting unbedingt erleben sollte

„Genau wie das Revival einmal war” - so beschrieb kürzlich jemand das neu belebte Goodwood Members' Meeting. Eine treffende Einschätzung, denn hier gibt es auch einmaligen, darf-das-wahr-sein-Motorsport, aber es ist entspannter und nicht überfüllt. Hier sind unsere Tipps für die 76. Auflage.

Ein lautstarkes Revival

Als zweitägige Motorsportveranstaltung im Geist der einstigen BARC-Meetings, die in den fünfziger und sechziger Jahren in Goodwood stattfanden, ist das Members' Meeting inzwischen ein glanzvoller Auftakt zur Saison des historischen Motorsports. Befreit von der strikten Revival-Vorgabe vor-1966, versammelt der Event wie immer eine erstklassige Starteraufstellung bei den diversen Rennen, zugleich locken Hochleistungsvorführungen von moderneren Rennwagen. Gewürzt wird dieser Mix mit einem Eintritt, der freien Zugang zu allem garantiert und die Chance, auf Tuchfühlung mit den Motorsportgrößen vergangener Epochen zu gehen. Ein Rezept, das bisher immer aufging.

Frenetische Favoriten

Das 76. Members' Meeting findet an diesem Wochenende auf dem legendären Rennkurs in West Sussex statt. Kenner dürfen sich schon jetzt auf die Rückkehr von Publikumslieblingen wie der Gary Marshall Trophy für die lebhaften Gruppe 1-Tourenwagen aus den Siebzigern und der Moss Trophy Grand Touring-Maschinen der frühen sechziger Jahre - ein Leckerbissen, bei dem Ferrari 250 GT „SWB/C” -Exemplare sich Duelle mit AC Cobras und Jaguar E-Types liefern werden. Neu im Rennprogramm sind die Ronnie Hoare Trophy, um die nicht weniger als 8 Porsche 904 streiten werden und der Gurney Cup zum Gedenken an den großen amerikanischen Rennfahrer und Ingenieur Dan Gurney, der leider zu Beginn des Jahres verstorben ist. Eine Meute von heulenden Formel 5000-Fahrzeugen treten zu Highspeed-Demonstrationen genauso an wie eine Ansammlung von Silhouette-Gruppe 5-Rennwagen. Das Porsche Museum reist mit „Moby Dick” an - wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein höchst erstaunliches Auto, das man einmal aus der Nähe bewundern kann.

Die Aufregung steigt langsam Richtung Wochenende, aber ein Tropfen Wehmut wird auch dabei sein, denn vor kurzem starb tragisch und unerwartet der beliebte langjährige Kommentator Henry Hope-Frost. Sein grenzenloser Enthusiasmus, sein profundes Fachwissen und mühelos charmante Ausstrahlung waren für jeden Besucher ansteckend. Goodwood wird ihm mit einer Minute des Lärms gedenken und die Fahrer werden #Fever-Aufkleber an Rennwagen und Helmen tragen - dieses Fieber für den Motorsport, den Henry so wundervoll vermittelte. 

Fotos: Rémi Dargegen für Classic Driver © 2018

Classic Driver wird mit freundlicher Unterstützung von IWC Schaffhausen live vom 76. Goodwood Members' Meeting an diesem Wochenende berichten. Sie finden unsere gesamten Berichte hier.

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