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Vorsicht, nicht reizen, denn diese Viper ist so giftig wie keine zuvor

Basierend auf der ohnehin schon extremen Dodge Viper ist dieser radikal umgestaltete Bolide eines von fünf Exemplaren des von Henrik Fisker entworfenen Force 1. Es dürfte sich dabei um eines der ungewöhnlichsten amerikanischen Autos handeln, die wir je im Classic Driver Markt gesehen haben…

Einen der beliebtesten amerikanischen Supersportwagen, die Dodge Viper – die scheinbar nur dafür gebaut wurde, maximal schnell zu sein und dabei einen Soundtrack zu erzeugen, der stark an das Heulen eines Wolfes bei Vollmond erinnert – in etwas noch Verrückteres zu verwandeln, war ein wahrhaft mutiger Schritt. Über die vergangenen Jahrzehnte haben nur wenige dieses Kunststück gewagt, was die Devise „Was gut ist, muss nicht verändert werden“ einmal mehr bestätigt. Sicher, die Viper ist nicht jedermanns Sache – sie dürfte Mühe haben, eine Rennstrecke in der gleichen Zeit wie ein Porsche 911 GT3 zu umrunden, und sie wird nie so viele Menschen anziehen wie ein Lamborghini. Aber die Viper hat sich nicht zuletzt wegen ihrer Erfolge in Le Mans und anderswo ihren Platz in der Welt der Supersportwagen redlich verdient, einfach weil sie auf ihre Art unfassbar cool ist.

Doch manchen war sie trotzdem noch immer nicht cool genug. Wie dem ehemaligen Vizepräsidenten von General Motors, Bob Lutz, und seinem Geschäftspartner Gilbert Villarreal, Gründer von VLF Automotive, die die Viper optisch noch bedrohlicher gestalten wollten. Mit dem Ziel, auf Basis einer Viper der fünften und letzten Generation (SRT) einen eigenen Premium-Sportwagen zu entwickeln, holten sie den Stardesigner Henrik Fisker (BMW Z8, Aston Martin DB9) ins Boot und schufen so den monströsen Force 1. 

Nur das Mittelteil wurde vom Serienmodell übernommen, Front- und Heckpartie wurden dagegen ebenso wie Türen und Stoßfänger neugestaltet. Mit seinen extrem breiten, fast cartoonartigen hinteren Kotflügelverbreiterungen und dem riesigen Kühlermaul wirkt der Wagen deutlich aggressiver und präsenter. Und lässt dabei das Spenderfahrzeug, die Viper, kaum noch erahnen. Abgerundet wird der neue Look durch die auch von Fisker entworfenen und speziell angefertigten Tiefbettfelgen.

Das Team gab sich aber nicht mit der bloßen Umgestaltung des Exterieurs zufrieden, sondern überarbeitete auch den Innenraum und den 8,4-Liter-V10 der Viper. Neue Nockenwellen, Fächerkrümmer mit höherem Durchfluss und eine Abgasanlage mit reduziertem Gegendruck führten zu beeindruckenden 745 PS – fast 100 PS mehr als beim Original. Auf der Detroit Auto Show 2016 feierte der Force 1 Premiere, eine limitierte Auflage von 50 Exemplaren war geplant, doch die Realität sah anders aus. Bei einem Preis von über $ 286.000 blieb die Nachfrage gering, was zu Finanzierungsproblemen bei der Produktion führte. Am Ende entstanden nur fünf Force 1 – darunter dieses Exemplar Baujahr 2015 mit Sechsgang-Handschaltgetriebe in der Farbe Graphite Metallic und einem roten Lederinterieur.

Der unvergleichlich spektakuläre Force 1 ist ein absoluter Hingucker und eine lohnende Investition für Liebhaber amerikanischen Schwermetalls. Fahrzeuge. Ob auf lokalen Ausstellungen oder nationalen Concours d’Élégance – diese giftigste Schlange aus der Viper-Brut wird garantiert Eindruck machen und ist zweifellos eines der kühnsten Statements zeitgenössischen Designs, das wir seit langem gesehen haben!

 

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