So machte sich Fiskens mit seinen Superklassikern auf dem Weg nach Paris

Schon in den letzten Jahren hat der Londoner Automobilspezialist Gregor Fisken die Bühne der Pariser Rétromobile für die Enthüllung teils spektakulärer Klassiker der Straße und Rennstrecke genutzt. Vor der diesjährigen Show haben wir beim Aufladen zugeguckt – und wurden reich belohnt....

Ein bananengelber Ferrari 512M wäre selbst im Fahrerlager von Le Mans der absolute Hingucker. Stellen Sie sich jedoch vor, wie es ist, wenn Sie nichtsahnend in eine der ruhigen Londoner Seitenstraßen einbiegen – und plötzlich diese Szene vor Augen haben. Gregor Fisken hatte uns vor unserem Besuch ein, zwei Überraschungen versprochen, darunter einen Veteranen aus Le Mans und Teilnehmer der 24 Stunden von Daytona, der Tour de France und anderer großer Sportwagenrennen. In den späten siebziger Jahren sei Derek Bell damit sogar 309 km/h über die fliegende Meile gefahren – ein britischer Rekord!

Es ist – Sie haben es sicher geahnt - der Ex-Escuderia Montjuich-Ferrari 512 M, der schon allein den Besuch Wert gewesen wäre. Am Verladetag für Paris erhielt er jedoch schon bald Gesellschaft in Gestalt eines weiteren gelben Ferrari – diesmal einem 512 BB der Ecurie Francorchamps – und dem von Classic Driver bereits vorgestellten Ferrari Dino 166/246 Tasman/Formel 2 von 1968. Fast genauso prickelnd: Ein Exemplar des in den späten siebziger Jahren nur 14 Mal gebauten California Spider auf Basis des Ferrari 365.   

Vom Alfa Romeo 6C Competizione Coupé entstanden 1948 sogar nur drei Modelle, zwei davon existieren noch. Dieses spezielle Prunkstück trat bei drei Targa Florios und – als einziger Wagen überhaupt – vier Mille Miglia infolge an. Kurz nach seiner Restaurierung errang er 2005 in Pebble Beach einen 100-Punkte-Klassensieg. Auf dem Londoner Kopfsteinpflaster glänzt sein Rot fast noch schöner als auf dem bekannten Gras des 18. Fairways. 

Weitere Ausstellungs-Highlights auf Fiskens Stand bei der Rétromobile sind ein 1976er Alfa Romeo Tipo 33/2B Daytona Coupé, der Lotus 91-Formel 1 mit Chassisnummer 7, einer von zehn HWM Jaguar von 1953, ein Jaguar E-type Lightweight von 1961 und ein Bizzarrini Competition Lightweight Coupé anno 1966. Last but not least nimmt ein Porsche 934 Turbo neben jenem ADA Engineering/Ex-Richard Lloyd Racing Porsche 962 C Platz, mit dem Justin Bell zusammen mit Vater Derek und Tiff Needell 1992 seine Le Mans-Feuertaufe erhielt. Jedes dieser Autos verdiente mehr als nur diese kurzen Stichworte. Sollten Sie in Paris sein, ist ein Besuch bei Fiskens angesichts solcher Anblicke ein Muss.

Fotos: © Alex Penfold für Classic Driver

Den gesamten Bestand von Fiskens finden Sie im Classic Driver Markt.