Saisoneröffnung am Flüelapass mit einem kurvenhungrigen Alfa SZ

Langsam zieht der Frühling auch in den Schweizer Alpen ein. Unser Fotograf Andrea Klainguti hat die neue Kurvensaison am vergangenen Wochenende bereits eröffnet – mit einem Alfa Romeo SZ auf den Serpentinen des Flüelapasses.

Noch liegt auf den Bündner Gipfeln der Schnee, doch zumindest der Flüelapass lockt schon wieder mit traumhaften Ausblicken und trockenen, menschenleeren Kurvenkombinationen, in denen man sich nun ganz wunderbar den Lockdown Blues der letzten Monate von der Seele fahren kann. Zusammen mit seinem Vater hat unser Fotograf und Freund Andrea Klainguti in seiner Engadiner Heimat nun endgültig den Winter ausgetrieben. Mit dabei: Das neueste automobile Mitglied der Familie – ein heißblütiger Alfa Romeo SZ Zagato. Im vergangenen Jahr hatten wir die kompakte italienische Designikone bereits in Mailand hautnah erlebt, doch in der kalten, klaren Bergluft und bei der sportlichen Kurvenjagd kommt das ungestüme Temperament des Sportwagens erst richtig zur Geltung! 

Seit 1867 verbindet der Flüelapass mit seiner 26 km langen Passtrasse die Ortschaften Davos Dorf und Susch im Unterengadin. Zusammen mit dem Albulapass wird auch der Flüela in den Wintermonaten für den Verkehr gesperrt. Weil die Lawinengefahr noch lange bis im späten Frühling anhalten kann, sind Wintersperren von bis zu sechs Monaten nicht unüblich, so wie letztes Jahr, als viele Pässe erst Ende Mai öffneten. Die Anreisemöglichkeiten ins Engadin während den Wintermonaten sind somit auf den Julierpass und den Vereinatunnel beschränkt. Die Julierstrasse ist aber sehr weit vom Unterengadin entfernt, und der Tunnel an Spitzentagen überfüllt und über Nacht geschlossen.

Eine längere Öffnung des Flüelapasses würde für die Region, ihre Bewohner und ihre Gäste viel bringen. Das dachten sich auch die Initianten des Vereins Pro Flüela im Jahr 2000 bei der Gründung in Zernez. Mit ca. 250 Mitgliedern hat sich der Verein die Offenhaltung des Flüelapasses bis und mit erstes Wochenende im Januar und eine Frühlingsöffnung ab 1. Mai als Ziele gesetzt. Dazu werden zusätzlicher Sicherheitsausbau-Massnahmen ergriffen und die üblichen Unterhaltsarbeiten übernommen. “Dank der Arbeit vom Verein Pro Flüela ist der Pass 100 Tage länger im Jahr offen, und genau diese Extra-Tage sind für mich die besten” , erklärt Andrea. “Wenn es noch nicht ganz Frühling ist, der Schnee noch nicht geschmolzen ist und die Strasse noch frei vom Motorräder-Gruppen und Car-Reisen ist.” 

Die Strassen sind nun frei vom aggressiven Salz und viele Fahrer holen jetzt ihre Klassiker aus dem Winterschlaf. “Oder sie legen sich einen neuen zu, so wie mein Vater mit diesem Alfa SZ. Ich bin seit unserem letzjährigen Shoot mit Guglielmo Miani vom SZ begeistert. Klainguti Senior fand den Mostro von Zagato schon in den Neunziger super. Dass der Abholtermin in der Nähe von Zürich und die Wiederöffnung des Flüelapasses am gleichen Tag stattfanden, ist natürlich nicht nur Zufall.” Auf der Rückreise sind die Autobahnkilometer bis Davos schnell abgespult, dann fängt der Spass an. “Die Strasse ist leer, die Kurven sind uns beiden bestens vertraut. Der Sound des 3-Liter Busso-V6 macht süchtig und der unglaubliche Grip des Fahrwerks aus dem Alfa 75 Gruppe-A / IMSA lässt sich sehr gut testen.” Wie könnte man die Kurvensaison besser eröffnen?

Fotos: Andrea Klainguti