Gegen diesen Jensen Interceptor hat der Feiertagsblues keine Chance

Für die einen ist der Weihnachtsrummel ermüdend, für die anderen schlicht langweilig. Um den Festivitäten zu entkommen, gibt es wohl kaum ein lohnenswerteres Fluchtfahrzeug als den Jensen Interceptor.

Waren Sie dieses Jahr artig? Haben Sie schon Ihre Geschenkliste fertig? Fahren Sie zu Weihnachten zu Ihrer Liebsten nach Hause? Sind Sie schon in Festtagsstimmung? Oder sind Sie gar ein heimlicher Festtagsmuffel, der sich schon jetzt darauf freut, wenn der ganze Weihnachtsschmuck wieder abgeräumt ist? Nun, dann ist dieser Jensen Interceptor – zu Deutsch: Abfangjäger – genau das richtige Aphrodisiakum, um die Weihnachtstage und die Zeit „zwischen den Jahren“ genussvoll und in Bewegung zu überbrücken.  

Stünde Weihnachten auf Rädern, wie sähe es dann wohl aus? Etwas allumfassendes, nirgendwo aneckendes, politisch korrektes und – mehr als wahrscheinlich – auch ein wenig langweiliges Mainstream-Produkt. Es mag Ihnen einen flüchtigen Moment der Freude spenden. Doch ist es nach den Feiertagen weggepackt, freuen Sie sich, dass es bis zum nächsten Jahr in der Kiste bleibt. Ein Auto wie der Austin Allegro kommt uns da in den Sinn, doch ist es vielleicht unfair, gerade ihn herauszugreifen.

Obwohl: Was Sie rund um Weihnachten fahren wollen, ist genau das Gegenteil. Exotisch, taktil und lässig cool soll es sein. Mit einer Form, die sich von allem, was sonst noch auf der Straße herumfährt, abhebt. Untermalt von einem das Trommelfell massierenden Soundtrack und einem Selbstbewusstsein, wie ihn auch ein in einem maßgerecht geschneiderten Savile Row-Anzug gekleideter Mann ausstrahlt. Wir finden, auf den Jensen Interceptor treffen alle diese Attribute zu. 

Allein schon das Bootsheck mit dem der im Volksmund „Goldfischglas“ genannten gläsernen Heckklappe ist einmalig. Dazu kommt eine dunkle Seite, die sich nach Öffnen der Motorhaube offenbart. Ein nicht weniger als 7,2 Liter großer V8 von Chrysler. Der nötigt allen Respekt ab, und wäre das Auto ein automobiler Darsteller für einen neuen James Bond – ihn müsste der Bösewicht fahren. 

Neben dem wohl großartigsten je für einen einzelnen Sportwagen ausgewählten Namen darf sich der Jensen auch einer illustren Kundschaft rühmen. Showgrößen wie Frank Sinatra, Dusty Springfield, Farah Fawcett und Darth Vader persönlich – David Prowse – hatten einen in der Garage. Und ganz zufällig hatten auch sie alle eine dunkle Seite.

Text und fotos: Alex Lawrence / The Whitewall © 2016

Sie finden eine Auswahl an zum Verkauf stehenden Jensen Interceptor im Classic Driver Markt.