Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Von einem der weltweit schnellsten Pizza-Taxis bis zu einem der schönsten noch existierenden Mercedes 300 SL Roadster reicht die Auswahl auf dem Classic Driver Markt für diese Woche...

Für die Fangios von morgen 

Wer sagt, dass die Woche für Woche in dieser Rubrik vorgestellten Autos immer für Erwachsene sein müssen? Wenn Sie es drauf anlegen, ihren Sohn oder ihre Tochter mit dem chronischen „Autofieber“ zu infizieren, dann wäre diese Miniaturausgabe jenes Maserati 250F, in dem Juan Manuel Fangio seinen vielleicht größten Sieg beim GP von Deutschland 1957 errang, genau das passende Mittel. Ihr 200 ccm großes Motörchen leistet mit 6,5 PS ausreichend Power für die Kids, dazu gibt es Scheibenbremsen und sogar eine elektronische Stop/Start-Funktion. Doch vorab schon eine Warnung: Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Ihr Nachwuchs bei Ihnen um einen echten historischen Rennwagen bettelt.

Pizza Zeit

Sie können sicher sein, dass Ihre Pizza oder Paella ofenfrisch und dampfend vor Ihrer Haustür angekommen wäre, hätte das hier als Sponsor fungierende Restaurant Chez Gaston diesen Porsche 993 Carrera 3.8 Cup Baujahr 1995 damals als Pizza-Taxi eingesetzt. Das farbenfrohe Cup-Auto ist mit einem Sperrdifferential sowie einem feststehenden und hoch aufragenden Heckspoiler ausgestattet und wurde von Delima Racing im französischen Carrera Cup eingesetzt. Es präsentiert sich bis heute in einem wunderbar originalgetreuen Zustand. 

Der Beste aus dem Bugatti Stall?  

Vergessen Sie Ihre Chirons, Divos und Centodiecis – bei weitem der puristischste und begehrenswerteste Bugatti aus der Volkswagen-Ära bleibt in unseren Augen der originale Veyron 16.4. Und wir denken, dass am Ende des Tages auch die Sammler so denken werden. Dieser fabelhafte und penibel gepflegte Veyron in Metallic blau/schwarz wurde 2007 neu nach Belgien geliefert. Seitdem hatte er erst zwei Besitzer, wurde – was nicht billig war – mit neuen Reifen besohlt und insgesamt nur 2.374 Kilometer bewegt. 

Die einzige Corvette ZR-1 GT1, die jemals in Le Mans antrat  

Bei dieser grobschlächtigen Bestie eines GT-Rennwagens handelt es sich um die einzige C4-Chevrolet Corvette ZR-1, die jemals in der GT1-Klasse bei den 24 Stunden antrat. 1995 kam sie mit John Paul Jr und seinen weithin unbekannten Co-Piloten Chris McDougall und James Mero im Training nicht über den letzten Platz hinaus – 32 Sekunden hinter dem schnellsten GT1. Im Rennen stoppte die Corvette schon nach gut einer Stunde und stand dann geschlagene 830 Minuten an der Box. Gegen 8 Uhr am Sonntag tauchte die #30 dann wieder auf den Zeitnahme-Computern auf, nur um in der 22. Stunde zum zweiten und damit endgültigen Mal mit Motorschaden aufzugeben. Dennoch verdient das vom Corvette-Spezialisten Doug Rippie aufgebaute Monster seinen Platz in der Geschichte des Rennens. 

 Purer Eskapismus 

Der Mercedes-Benz 300 SL Roadster gehört zu jenen Klassikern, die so wunderbar zum lässigen Stil und beneidenswerten Charisma von Idolen wie Steve McQueen, Alain Delon und James Dean passen. Wenn Sie Ihren eigenen inneren Megastar aufwecken wollen, und sei es nur für ein paar verstohlene Stunden am Sonntagvormittag, dann drängt sich dieses sehr originalgetreue Exemplar Baujahr 1962 mit seltenem Werks-Hardtop und Scheibenbremsen auf. Es besticht mit allen Matching Numbers, hatte nur vier Besitzer und wurde mit einer Liebe und Sorgfalt gepflegt, von der man nur träumen kann. Entsprechend heiß sein wird der Preis – den es auch nur auf Anfrage gibt...

Fotos: Bonhams, Early 911S, Simon Furlonger Specialist Cars, Total Performance Car, Auxietre & Schmidt