Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in ihre Garage stellen sollten

Die Marktfunde dieser Woche setzen Extravaganz vor Praxistauglichkeit. Darunter sind vier Modelle, die Ihre Schwiegermutter nicht gutheißen würde. Nur in eines würde sie sich eventuell reinsetzen, falls sie die dazu passende Einstellung hat. Schauen Sie selbst, welches Modell gemeint sein könnte.

Zurück in Schwarz

Lange Zeit schien es, als würde sich Maserati nie zu den Gerüchten rund um seinen neuen Supersportwagen äußern wollen. Jahre vergingen, ehe zumindest mal ein getarnter Prototyp oder eine Designskizze auftauchte. Doch zunächst hielt der GranTurismo weiter die Stellung. Doch am Ende zahlte sich das Warten dann doch aus, und dieser brandneue 2021 Maserati MC20 schaut wirklich rattenscharf aus. Einer der gelungensten neuen Sportwagen seit gefühlt einem Jahrzehnt kommt mit einem 630 PS starken 3,0-Liter-V6-Biturbo, installiert unter der mit sehr coolen Dreizack-Luftschlitzen durchlöcherten Heckscheibe. Dieser Wagen teilt sich mehr als nur ein paar Teile mit dem neuen Hybrid-Ferrari 296 GTB, ist tatsächlich fast das identische Auto, nur ohne die zusätzlich elektrisch angesteuerte Hinterachse, obwohl wir sicher sind, dass die Jungs aus Maranello das nicht an die große Glocke hängen wollen. Wenn Sie also nicht auf den Ferrari warten wollen, auf den E-Motor verzichten und dabei auch noch etwas Geld einbehalten können, dann hat Ruote di Sogno das passende Angebot für Sie. 

 

Grüner Verbrenner 

Zu unseren Kriterien für einen künftigen Klassiker gehört die Tatsache, dass ein Modell in der Rückschau etwas darstellt und verkörpert, das seitdem aus der automobilen Landschaft verschwunden ist. In diese Kategorie fällt dieses 2020 Lotus Exige 111 Sport 410 Coupé, ein waschechter Lotus mit Verbrennungsmotor. Während Lotus mit dem ersten elektrischen Hypercar, dem Evijra, demnächst in eine neue Antriebsära startet, repräsentiert der im aufregenden Farbton Motorsport Green Pearl lackierte Exige die Hochwassermarke der auf den Fahrer fokussierten und noch mit Dino-Power angetriebenen Sportwagen aus Hethel. Mit weniger als 1600 Kilometern auf der Uhr ist er noch nicht einmal ganz aus der Einfahrphase heraus, doch zumindest können Sie sicher sein, dass der aufreizend exponierte Schaltknüppel nicht nur Ablage für versehentlich im Cockpit verstreute Kartoffelchips war. Wollen Sie ihren finalen Ausflug in die Verbrenner-Welt starten, sollten sie nicht zögern und zuschlagen. 

 

Sonderfarbe bringt es

Sind wir uns einig darüber, dass fast ohne Ausnahme eine Sonderfarbe ein Auto noch cooler wirken lässt? Dieser 2014 V12 Vantage S in seinem einnehmenden Farbton Viridian Green belegt dies recht eindrucksvoll. Dieser sehr reichhaltig ausgestattete Aston Martin erfüllt zwar mit seinem Automatikgetriebe nicht alle Voraussetzungen eines modernen Klassikers, doch entschädigen das perfekte Design, der V12-Sauger und die Farbe allemal für das fehlende Kupplungspedal. Mit nur knapp über 32.000 gefahrenen Kilometern wartet dieser linksgelenkte Sportwagen noch auf viele Kilometer auf europäischen Autobahnen und Landstraßen. Sollte dieser Viridian-farbige Aston sie vor Neid grün erblassen lassen, dann sollten Sie L'Art De L’Automobile kontaktieren.

 

Welche Jahreszeit? 

Der Sommer mag offiziell vorbei sein, was nicht bedeutet, dass die „Spiaggina“-Saison ebenfalls zu Ende sein muss. Alles was man braucht, um diese Strandwägelchen bis in den Herbst und vielleicht sogar Winter weiter zu fahren, ist die entsprechende Kleidung und eine Re-Set der Geisteshaltung. Und welches Gefährt könnte dafür besser geeignet sein, als dieser passenderweise herbstlich orangene 1975 Fiat 500 Jolly Beach. Gerade erst frisch restauriert, mag dieser Jolly zwar nicht zu den originalen und bis 1966 bei Ghia gebauten Modellen gehören, doch ist er im Carrozzeria Ghia Club Italia Register aufgeführt, zusammen mit den originalen Jolly Beaches. Wenn Sie ein sonniges Gemüt und eine dicke Haut haben, oder einfach nur einen dicken Wintermantel, dann unterstützen wir zu 100 Prozent diesen irrationalen Kauf. 

 

Grand Prix Perfektion

Als erklärte Porsche-Fans empfinden wir es als unsere Pflicht, nach jeglichen Raritäten auf dem Markt auszuschauen und der Welt zu kommunizieren, wenn wir fündig geworden sind. Wie hier! Aus einer Produktionsserie von nur knapp über 1000 Exemplaren stammend, ist dieser Grand Prix Weiße 993-gen 1995 Porsche 911 Carrera RS ein solches Fahrzeug. Mit einem 300 PS starken 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer mit VarioCam-Einlasstrakt, der nur die Hinterräder antrieb, war der RS der Porsche für Menschen, die sich ohne eine Sekunde zu zögern auch noch deutlich nach 15 Uhr einen doppelten Espresso genehmigten. Optisch setzt er sich von gewöhnlicheren 993-Typen durch einen Schneepflug-artigen Frontspoiler und einen massigen, fest montierten Heckflügel ab. Der Carrera RS ist sehr würdevoll gealtert und dürstet mit einer Laufleistung von nur knapp 32.000 Kilometer nach weiteren  Fahrspaß spendenden Exkursionen.