Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Der Classic Driver Markt lockt in dieser Woche mit einem bunt gemischten Einkaufskorb: Von einem extrem raren Lamborghini aus den 70ern bis zu einem anglo-amerikanischen Trans-Am-Titan...

Super Silhouette 

Wer erinnert sich noch an den Lamborghini Silhouette? Es war das Modell, das im Targa-Stil und mit V8-Power die Brücke zwischen dem Urraco und dem Jalpa schlug. Aber trotz seiner scharfen Optik (Bertone war in den 1970er-Jahren doch die angesagte Adresse, nicht wahr?) nur 54 Mal verkauft wurde. Nach Stand 2011 sollen weltweit noch 31 Exemplare existieren, was das Modell schon vor neun Jahren zu einem der seltensten Lamborghini überhaupt stempelt. Frisch aus einer Werksrestaurierung kommend, steht dieses rote Exemplar Baujahr 1978 aktuell in Deutschland zum Verkauf. 

Trans-Am titan

Tom Walkinshaw war nicht der Einzige, der den Jaguar XJ-S auf die Rennstrecken brachte. Schon einige Jahre, ehe der Schotte mit dem brutalen V12 die Rennstrecken Europas unsicher machte, dominierte der legendäre amerikanische Rennfahrer und Rennstallbesitzer Bob Tullius mit einem XJ-S die Trans-Am-Serie. Das unter Nennung seines Teams Group 44 eingesetzte Modell, mit dem er in der Saison 1978 die Konkurrenz düpierte, war ein lupenreiner Silhouette-Racer, der unter der attraktiven Haut kaum noch Ähnlichkeiten mit einem Serien-Jaguar aufwies. Für Jaguar Nordamerika spielte das keine Rolle – blieb doch das Erfolgskonzept „Race on Sunday, sell on Monday“ gewahrt. Der zuvor gründlich in England bei CKL Developments restaurierte Siegerwagen der Saison 1978 steht nun bei Canepa in Kalifornien zum Verkauf

Gran Turismo Omologato 

Normalerweise springen wir bei Frontmotor-Ferrari-V12 eher auf dunklere Farbtöne an. Doch als dieser Bianco Fuji 599 GTO aus 2011 diese Woche im Classic Driver Markt auftauchte, legten wir unsere Präferenzen mal für einen Augenblick zur Seite. Denn mit seinem schwarzen Rallyestreifen, dem geschmackvollen Leder/Alcantara-Cockpit und den optionalen Kohlefaser-Zutaten könnte es das schönste Exemplar des modernen GTO sein, das unsere Augen jemals erblickt haben. 

Hillman Imp im Teufelskostüm

Die Firma Davrian aus London baute diesen böse ausschauenden Sportwagen auf Basis des bescheidenen Hillman Imp. Obwohl er Nummernschilder trägt, wurde dieses federleichte Mittelmotor-Coupé gebaut, um größere und kräftigere Gegner auf der Rennstrecke zu ärgern. Dieses spezielle Exemplar aus 1971 wurde 2009 an einen italienischen Besitzer verkauft und ist seitdem von zwei der renommiertesten Spezialisten aus Italiens „Motor Valley“ restauriert worden. Sein getunter Imp Motor mag „nur“ 118 PS aktivieren, doch wenn man bedenkt, dass das ganze Auto nur 550 Kilo wiegt, dürften sich jegliche Zweifel an einem mehr als eindrucksvollen Fahrerlebnis sofort in Luft auflösen. 

Grüner Turbo

Wir fragen uns, wie viele Leute wohl mutig genug waren, ihren Porsche 996 Turbo in der Farbe PTS Light Green Metallic zu ordern? Doch steht die ohne Frage polarisierende Farbe dem breibeinigen und zwangsbeatmeten 996 durchaus gut, wie dieses außergewöhnliche Exemplar aus erster Hand demonstriert. Mit nur 26.362 Kilometern auf der Uhr wirkt das reich ausgestattete Modell darüber hinaus noch fast wie neu. 

Fotos: Canepa, DK Engineering, DD Classics, Gulfblue, Early 911S