Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in die Garage stellen sollten

Unter den fünf in dieser Woche aus dem Classic Driver Markt ausgewählten Modellen befindet sich ein TVR aus Zeiten, in denen TVR noch ausgeliefert wurden, der definitive 90er-Jahre-Supersportwagen und ein Aston Martin, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch viel Auto fürs Geld bietet...

Magisch in marineblau

Dieser Fiat 124 ist ein lupenreiner Abarth Rallye Gruppe 4, der 1975 unter Nennung des Fiat-Händlers Ceccato Schio an vier Läufen zur italienischen Rallye-Meisterschaft teilnahm. Er gehört seit 20 Jahren seinem aktuellen Besitzer und wurde in dieser Zeit schon einmal von Grund auf restauriert. Trotzdem betört das Auto mit viel Italo-70er-Jahre-Charme – marineblau ist halt ein schöner Kontrast zu Rot, und diese lebhaften kleinen Hardtops machen darüber hinaus tierisch viel Spaß – speziell auf lockerem Untergrund.

Altert würdevoll 

Auch wenn wir ihn zunächst alle etwas unscheinbar fanden und bei seiner Typenbezeichnung eher an einen Fotokopierer dachten, ist der McLaren MP4-12 C zu einem sehr attraktiven Sportwagen gereift. Sein weicher Minimalismus und der Mangel an klar definierten Designikonen hat über lange Sicht dem Gesamtentwurf gut getan. Vor allem, wenn man ihn mit seinen im Vergleich überladenen Nachfolgern aus Woking vergleicht. Dieses 2012er-Modell ist in der attraktiven Farbe Candy Red lackiert, wozu Felgen, Spiegel und andere Akzente in Schwarz im schönen Kontrast stehen. Das Auto wurde gerade erst von einem McLaren-Haupthändler komplett gewartet und durchgecheckt. 

Das Leistungsversprechen

Stellen Sie sich vor, wir würden Ihnen einen „low-mileage“ Aston Martin mit dem eleganten, aber dezenten Erscheinungsbild von Prinzessin Diana und einem glorreichen V12 unter der Haube für deutlich unter 50.000 Euro anbieten? Wenn Sie nun unglaubwürdig den Kopf schütteln, denn weisen wir Sie auf diesen Aston Martin DB7 GT Baujahr 2003 im Classic Driver Markt hin. Der GT markierte den Gipfel der DB7-Baureihe und nur 191 Exemplaren wurden von ihm gebaut. Darunter – wie unser Modell – 85 Rechtslenker. Man muss sich nur die Kurse für den roten Rivalen aus Maranello, den Ferrari 575, anschauen, um zu realisieren, dass man hier sehr viel Auto für sein Geld bekommt. 

Miami Nice 

Das definitive Poster-Auto der 1990er-Jahre, der Lamborghini Diablo, bietet wirklich alles: visuelle Dramatik, Power im Überfluss, keine Rücksicht auf Alltagstauglichkeit und ein Auspuffsound, der unter Volllast erwachsene Männer im Umkreis von mehreren Kilometern zu Tränen rühren kann. Und dann noch diese Scherentüren – wie konnten wir die nur vergessen? Dieses Modell Baujahr 1993 ist ein VT, was Allradantrieb bedeutet. Wenn Sie mit der Widerspenstigkeit der frühen heckgetriebenen Diablos vertraut sind, dann werden Sie die Wichtigkeit dieses Features zu schätzen wissen. Und da dieses Modell erst 28.500 Kilometer runter hat, ist es noch so weiß wie der zuvor durchpflügte Schnee. 

Müde vom Warten? 

Wenn Sie schon eine Anzahlung auf den neuen TVR Griffith geleistet haben und nun Däumchen drehen, weil Sie nicht wissen, wann die ersten Autos endlich aus dem Werk in Wales rollen (angeblich nicht vor Ende 2020), dann sollten Sie vielleicht einmal in den Backkatalog der früher in Blackpool angesiedelten Kultmarke schauen.         Der dort auch aufgeführte Vixen gehört zu den weniger bekannten TVR – nur 348 Exemplare des mit einem knackigen Reihensechszylinder bestückten Coupés wurden gebaut. Diesem linksgelenkten Modell Baujahr 1971 wurde jene Liebe zum Detail zuteil, nach der wir uns alle so sehnen. Wir finden: Das Teil ist mega!  

Fotos: The Houtkamp Collection, Kaiimans International, DD Classics, Eleven Cars, House of Cars Belgium