Der Grand Prix de Monaco Historique 2016 verspricht große Rennsportnostalgie

Am Wochenende sonnt sich Monaco mal wieder im Glanz seiner goldensten Zeiten. Als Sahnehäubchen des Rennprogramms lässt Anthony Beltoise den Matra V12 seines Vaters Jean-Pierre noch einmal sein helles, schmerzhaftes Lied singen...

Formel 1 der 3-Liter-Ära als Hauptakt

Alle zwei Jahre trifft sich die Classic Car Szene auf Einladung des Automobile Club de Monaco (ACM) an der Cote d’Azur  – traditionell zwei Wochen vor dem Grand Prix der (modernen) Formel 1. Die sieben Rennen – darunter eine Parade - der mittlerweile zehnten Ausgabe gehen über den vollen Grand Prix-Kurs. Los geht es am Sonntag mit Läufen für Formel Junior mit Frontmotoren und Trommelbremsen der Jahre 1958 bis 1960 sowie vor 1961 gebaute Formel 1 und Formel 2 mit Frontmotor. Es folgt ein Rennen für Einsitzer der 1,5-Liter-Formel (1961-1965) und eine 30-minütige Parade von Vorkriegsrennern à la Mercedes SSK oder Bugatti T35. Nach dem Auftritt der Sportwagen (Baujahre 1952-55) steht dann in zwei getrennten Rennen die 3-Liter-Ära der Formel 1 im Mittelpunkt. Über jeweils 18 Runden oder 45 Minuten bieten Monoposti der Jahre 1966-72 und 1973-76 den Fans maximales Spektakel. Unter den Promis stehen in der Nennungsliste unter anderem Adrian Newey auf Lotus 49B oder Paolo Barilla und Marco Werner auf Ferrari 312B. 

Credit Suisse Historic Racing Forum

Credit Suisse als einer der Premium Partner des GP de Monaco Historique und zugleich Sponsor der Classic Driver Berichterstattung steuert bereits am Samstag eine über drei Runden gehende Parade von 40 klassischen Rallye Autos bei – Modelle, wie sie auch bei der ebenfalls vom ACM organisierten Rallye Monte Carlo gestartet sind. Schon am Freitag veranstaltet der Schweizer Finanzdienstleister das beliebte Credit Suisse Historic Racing Forum. Diesmal geht es um das Thema „Werke gegen Privatiers – der Kampf um die Vorherrschaft im Motorsport“. Als Forumsteilnehmer erwartet werden der dreifache Monaco-Sieger Stirling Moss, Emanuele Pirro, Jochen Mass, Alain de Cadenet und Ray Mallock. Im Anschluss daran wird Sir Stirling von Credit Suisse mit jenem Maserati 250F wiedervereint, mit dem er vor 60 Jahren erstmals im Fürstentum siegte. Am Samstag will Moss im Medienzentrum den Journalisten dann noch erzählen, wie er 1961 im ikonischen Lotus 18 den Sieg davontrug.

Beltoise Junior im Matra V12

Eine speziell für die frankophilen Zuschauer sehr emotionale Einlage wird Anthony Beltoise, zweifacher französischer GT-Meister und dreimaliger Gewinner des französischen Porsche Carrera-Cups, bieten. Der 44-Jährige fährt noch einmal jenen Matra MS 120, mit dem sein Anfang 2015 verstorbener Vater Jean-Pierre 1970 beim GP von Monaco antrat. Aus der dritten Startreihe hinter Stewart, Amon, Hulme, Brabham und Ickx gestartet, fiel JBP jedoch schon nach 22 Runden mit Getriebeschaden aus. Insgesamt fuhr Beltoise 1970 13 Grand Prix im Matra, holte dabei 16 Punkte und Platz neun in der WM-Wertung. Nach einem weiteren Ausfall 1971 im Modell MS 120B errang er dann 1972 in Monaco bei strömenden Renen seinen ersten und einzigen GP-Sieg – allerdings auf einem BRM....

„Mein Vater war ein Vorbild für mich. Er war mutig, entschlossen und eigensinnig., aber auch bescheiden und weise. Ich wollte in seine Fußstapfen treten und Rennfahrer werden, was ich nun seit 20 Jahren bin. Es wird sehr bewegend sein, den Matra noch einmal über diesen legendären Kurs zu steuern“, sagt Anthony Beltoise. Möge der V12 sein helles, in den Ohren schmerzendes Lied noch einmal singen... 

Fotos: Rémi Dargegen und Cathy Dubuisson für Classic Driver © 2016, Automobile Club de Monaco

Classic Drivers umfangreiche Berichterstattung über die 2016 Monaco Historic Grand Prix findet freundliche Unterstützung von unseren Freunden bei der Credit Suisse. Eine Übersicht aller Artikel finden Sie hier.