

Ein weiteres BMW Group 5 Art Car
Dieser BMW ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Auf der Basis eines bescheidenen BMW 318 von 1982 wurde er massiv aufgerüstet: zuvorderst mit dem 4,4-Liter-V8 und Fahrwerk eines BMW 540i (E39) sowie einer weit ausladenden Karosserie nach Vorbild des berühmten Exemplars in Jägermeister-Farben. Der Innenraum wurde regelrecht entkernt, um den 3er in einen reinrassigen Gruppe-5-Racer zu verwandeln. Und als wäre das alles noch nicht genug, erhielt das von „Kustom Kolors“ aus Dorset (UK) realisierte Projekt eine auffällige, asymmetrische Lackierung.
Zwei Jahre dauerte es, diese Hommage an die BMW 320 der Gruppe 5 – so wie sie Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre in der DRM die Fans begeisterten – zum straßentauglichen Kraftpaket aufzumotzen. Und, was vielleicht noch wichtiger ist: in ein weiteres „BMW Art Car“. Jetzt kommt diese Interpretation einer BMW-Rennsportikone bei der Ascot-Auktion von „Historics Auctioneers“ unter den Hammer.


Offener Aston für Amerika
Für einmal trug dieser offene Aston Martin nicht die Bezeichnung „Volante“, da er zusammen mit dem langjährigen Partner Carrozzeria Zagato entstand. Das auf der DB7-Cabrio-Plattform basierende Modell zielte auf eine US-Klientel und wurde daher 2003 auf der LA Auto Show als „DB AR1“ (für American Roadster 1) enthüllt. Es verfügte nur über eine minimalistische Persenning, um das Auto vor Regen und unbefugtem Zugriff zu schützen. Ein größerer Kühlergrill, eine stärker geneigte Windschutzscheibe und das für Zagato typische „Double-Bubble“-Motiv hoben es von einem regulären DB7 ab.
Das Exemplar ist das 84. aus einer auf 99 Stück limitierten Serie. Es wurde 2009 aus den USA nach Deutschland exportiert und gelangte 2015 nach Belgien. Der Aston ist in „Stronsay Silver“ lackiert und innen mit „Claret Red“-farbigem Leder ausstaffiert. In nahezu neuwertigem Zustand ist er ein begehrtes Sammlerstück aus einer Design-Partnerschaft, die durch ihn neu belebt wurde.


Range Rover mit royaler Abstammung
Dieser Range Rover L322 – lackiert in einer Sonderfarbe, die an das „Balmoral Green“ der Range-Rover-Classic-Modelle aus Mitte der 1980er-Jahre erinnert – stand einst in der Garage von Sultan Qabus ibn Said Al Said, der das Sultanat Oman von 1970 bis 2020 regierte. Neben der Lackierung und dem Interieur mit speziell für den Sultan angefertigten Sitzbezügen sticht der werkseitige Rammschutzbügel mit Zusatzscheinwerfern ins Auge. Damals war es üblich, solche „Bullbars“ mit Wüstenschläuchen aus Hanf zu bestücken, deren mikroskopisch poröses Material das Trinkwasser auf langen Jagdausflügen angenehm kühl hielt.
Angetrieben wird das 2006er-Modell von einem 4,4-Liter-V8-Saugmotor von Jaguar, der an eine 6-Gang-ZF-Automatik gekoppelt ist. Der L322 mit einem Kilometerstand von 103.000 km steht derzeit in einer Privatsammlung im Oman. Er eignet sich bestens als garantiert bewunderter Daily Driver oder royale Ergänzung für jede öffentliche oder private Sammlung.


Manueller Langstrecken-Stürmer
Der Ferrari 599 GTB gilt als legitimer Nachfolger des 575 M Maranello. Sein Design war damals nicht unumstritten, gilt jedoch heute als eines der prägenden Entwürfe aus Pininfarinas später Ära eleganter, schnörkelloser Ferraris. Häufig etwas unterschätzt, war er ein Supersportwagen, der nebenbei auch perfekt GT-Tugenden ins Feld führte.
Sein Herz ist der in klassischer Frontmotor-Bauweise installierte 6,0-Liter-V12. Mit 620 PS beschleunigt er das Cavallino laut Werksangabe auf 330 km/h. Verdammt schnell für einen vermeintlich „sanften“ GT.
Das neu nach Deutschland gelieferte Exemplar von 2006 ist außergewöhnlich gut erhalten. Die Umrüstung vom automatisierten 6-Gang-„F1“-Schaltgetriebe auf eine manuelle Sechsgang-Box hat den mühelosen Performance-Charakter veredelt. Lackiert im begehrten Rosso Monza und mit einem Sabbia-Interieur steht dieser 599 GTB Fiorano zusammen mit einem maßgefertigten Kofferset zum Verkauf.


Adieu Z4, willkommen Z3!
Erst vor Kurzem hat BMW das Aus seines letzten Roadsters, des Z4, verkündet. Da trifft es sich vielleicht ganz gut, sich mit diesem höchst originell ausgestatteten Z3 aus deutscher Erstzulassung den Traum vom offenen BMW zu erfüllen. Das über 20 Jahre lang von der gleichen Dame bewegte Exemplar Baujahr 1998 betört durch seine Außenfarbe „Violett-Rot-Metallic“ und das darauf abgestimmte Bi-Color-Interieur im Farbton Schwarz/Violett.
Seit 2021 befindet sich der über 54.000 Kilometer unfallfrei gefahrene Roadster in nunmehr dritter Hand. Der außergewöhnlich originale Z3 mit 1,9-Liter-Vierzylinder-Motor (140 PS), der besonderen Kolorierung und einem Hardtop in Wagenfarbe steht jetzt bei C.O.G. Classics aus Rosendahl (Münsterland) zum Verkauf. Ob Liebhaber oder Sammler – mit diesem Exemplar des ersten in den USA (Werk Spartanburg) gebauten BMW ließe sich der Verlust des Z4 ganz gut verschmerzen.




























