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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Bei den Marktfunden der Woche haben wir zwei französische Raritäten, die Neuauflage eines Jahrhundert-Sportwagens, ein kompaktes Kraftpaket mit Dreizack und einen nur auf den ersten Blick dem Porsche Carrera GT ähnelnden Boliden gefunden. Freuen Sie sich auf eine spannende Entdeckungstour.

 

New Age Countach in seltener Farbe

50 Jahre nach seiner Weltpremiere auf dem Genfer Salon präsentierte Lamborghini im August 2021 mit dem Countach LPI 800-4 eine auf 112 Exemplare limitierte Neuauflage, angetrieben vom 780 PS starken Hybridantriebsstrang des Sián. Genau 112 Stück wurden gebaut, um so die interne Projektbezeichnung des Countach aus dem Jahr 1974 zu zitieren. Nach dem Motto „Von der Vergangenheit inspiriert, in die Zukunft gedacht" zitiert der New Age Countach mit längs installiertem V12-Mittelmotor, den Schmetterlingstüren und dem an die erste Countach-Serie erinnernden Exterieur ohne aufgesetzten Heckspoiler das frühe Vorbild, nutzt aber im Gegenzug modernste High-Tech wie den Hybridantrieb mit Superkondensator, Allradantrieb und eine aktive Hinterradlenkung. Dieses von Mechatronik angebotene Exemplar ist eines von nur fünf in der atemberaubenden Farbe Luci del Bosco. Ein schon beim Miura bestellbarer tiefer Braunton, der dem Auto in der Kombination mit dem cremefarbenen Lederinterieur außerordentlich gutsteht. Nach Neuauslieferung in die Schweiz im Jahr 2022 gelangte dieser LPI 800-4 schon 2023 zu Mechatronik und steht nun dort mit einem Auslieferungs-km-Stand von nur 140 Kilometern zum Verkauf.

 

 

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Ein Matra, der aus der Scheune kam

Matra war schon immer bekannt für seine gegen den Mainstream schwimmenden Automodelle und tat das auch mit dem 1967 vorgestellten 530. So benannt in Anspielung an die von der Matra-Aerospace-Abteilung produzierte Kurzstreckenrakete R530. Nicht nur wegen seiner etwas unförmig wirkenden Klappschweinwerfer war der Nachfolger des Matra Djet zwar kein Favorit auf Schönheitspreise, aber mit einem aus dem Ford Taunus stammenden 1,7-Liter-V4 in Mittelmotor-Bauweise und einer von Ex-Simca-Designer Philippe Guédon gezeichneten Kunststoff-Karosserie mit demontierbarem Targa-Dach und Überrollbügel so innovativ wie alltagstauglich. Das hier gezeigte Modell wurde am 16. August 1972 auf seinen Erstbesitzer aus Poitiers zugelassen. Der bislang letzte Besitzer erwarb den Wagen 1977 nach seiner Rückkehr aus Afrika und behielt ihn die ganzen folgenden 49 Jahre. Als Scheunenfund stellt der originalgetreu gebliebene Matra 530 heute ein ambitioniertes, aber auch lohnendes Restaurierungsobjekt dar, das am 29. Juni bei Osenats "Classic Cars June"-Auktion unter den Hammer kommt. Weniger die Mechanik, sondern speziell das Fahrwerk, die Karosserie und die Polster brauchen eine Menge Zuspruch. Sind alle Arbeiten erledigt, wartet einer der originellsten Sportwagen französischer Provenienz auf den nächsten Besitzer.

 

 

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Ein RUF wie Donnerhall

Auf dem Genfer Salon von 2018 stand exakt dieser Bolide auf dem Stand von RUF: einer von nur 30 CTR3 und einer von nur sieben in der Clubsport-Version. Der CTR3 war das erste komplett von RUF entwickelte Modell, mit Aluminium-Spaceframe-Chassis und Kevlar/Kohlefaser-Karosserie, angetrieben von einem 3,8-Liter-Boxer, der mit Hilfe von zwei KKK-Ladern auf 766 PS gebracht wurde. Folge sind ein Sprint in nur gut drei Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine außerirdische Topspeed von 380 km/h. Der CTR3 wurde zusammen mit der kanadischen Engineering-Firma Multimatic entwickelt und verleugnet in seinen Proportionen nicht die Ähnlichkeit zum Porsche Carrera GT, ohne direkt auf ihm zu basieren. Der 2012 vorgestellte CTR3 Clubsport ist die nachgeschärfte Version des CTR3, auf den ersten Blick zu erkennen am großen Heckflügel. Statt des bei früheren Modellen eingesetzten sequentiellen Fünfgang-Getriebes konnten Clubsport-Kunden optional ein PDK-Getriebe samt Lenkradschaltwippen nach Vorbild 918 Spyder bestellen.

Dieser CTR3 glänzt in der Farbe Oak Green Metallic über einem schwarzen Lederinterieur und grünen Tartanstoffeinlagen in den Sitzen – eine stilsichere Kombination aus Motorsport-Flair und der Heritage der Marke, aber klar auf den Fahrer fokussiert. Mit nur 1.630 Kilometern steht dieser Clubsport nun im Paket mit einem RUF-Echtheitszertifikat, Servicedokumenten und einer originalen RUF-CTR3-Verkaufsbroschüre bei RM Sotheby's Monterey Auktion im August zum Verkauf.

 

 

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Der beste Maserati Biturbo hieß Ghibli

19 Jahre nach dem originalen Maserati Ghibli von Giorgetto Giugiaro erschien 1992 – und damit in der Spätphase der de Tomaso-Ära – der zweite Ghibli. Diesmal als von Marcello Gandini wohltuend sachlich gestyltes Stufenheck-Coupé mit zwei Türen und vier Sitzplätzen sowie dank Bi-Turbo-Aufladung 310 PS aus einem Zweiliter-V6. Dieses als Privatverkauf angebotene Exemplar Baujahr 1994 in Metallic-Schwarz war 20 Jahre im Besitz des gleichen Eigentümers und Teil einer bekannten Maserati-Sammlung. Es wurde jährlich bei einem belgischen Maserati-Spezialisten gewartet, stand immer in einer beheizten Garage und hat seit der letzten Motorrevision im Jahr 2013 nur 20.000 Kilometer abgespult. Das stimmig patinierte Interieur versprüht mit großzügigen Holzeinlagen und ovaler Analog-Uhr dezenten Luxus. Nur 2.200 Exemplare dieses 265 km/h schnellen Ghibli verließen bis 1997 das Modeneser Werk – was diese beste und ausgereifteste Version der Biturbo-Baureihe nicht nur für Fans des Dreizacks begehrenswert macht.

 

 

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Eine Göttin aus Frankreichs Auto-Olymp

Schon eine geschlossene Déesse (Göttin) war und ist bis heute eine Legende des französischen Automobilbaus. Doch eine beim Karosseriebauer Chapron zum Cabriolet umgebaute DS 21 gehört in den gallischen Auto-Olymp. Dieser im April 1967 gebaute Citroën im Farbton Coral Red über einem beigen Lederinterieur genoss in den 2010er-Jahren eine von seinem langjährigen Besitzer beauftragte und in mehreren Stufen umgesetzte Rundumrestaurierung. Dabei wurde unter anderem die Karosserie in der Originalfarbe neu lackiert, alle Chromteile aufpoliert, eine komplette Ledergarnitur samt Teppichen neu verlegt und viele Innereien des 109 PS starken Matching-numbers-2,1-Liter-Vierzylinders erneuert. Es ist ein Glücksfall, heute ein solch originalgetreues und voll fahrbereites Chapron-DS-Werkscabrio aufzutreiben. Auch das Vinyl-Stoffdach ist in perfektem Zustand, sodass einer ersten Genussfahrt durch die Champagne – das Schmuckstück ist bei Reims zu besichtigen – und darüber hinaus nichts im Wege stünde.

 

 

 

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