James Bonds U-Boot taucht auf - und wird von RM versteigert

Stellen Sie sich vor, sie bieten eine moderate Summe auf den Inhalt eines Lagerraums, der seit 10 Jahren nicht mehr geöffnet wurde. Ihr "Blindgebot" gewinnt, sie öffnen die Türe - und finden den weltberühmten Lotus Esprit aus dem James-Bond-Klassiker "Der Spion, der mich liebte".

Es klingt zu unglaublich, um wahr zu sein. Doch die Geschichte stimmt - ein Paar aus Long Island erlebte sie im Jahr 1989. Nachdem 1977 die Dreharbeiten für Der Spion, der mich liebte  mit James Bond (damals verkörpert von Roger Moore) und seinem Untersee-Lotus auf den Bahamas abgeschlossen waren, wurde der Wagen in die USA verschifft und in Long Island eingelagert. Die Lagermiete wurde damals für zehn Jahre im Voraus bezahlt. Als sich nach Ablauf der Mietzeit niemand meldete, wurde der Inhalt des Lagers zur Versteigerung freigegeben. Neben dem Aston Martin DB5 ist der selbst angetriebene Unterwasser-Sportwagen auf Basis des Lotus Esprit Series 1 sicherlich das bekannteste Bond-Mobil. Für die Dreharbeiten wurden insegsamt sechs Karosserien gefertigt, doch laut dem Auktionshaus RM war nur dieses eine Exemplar auch unter Wasser voll funktionstüchtig und kam deshalb in der berühmten Tauch-Szene zum Einsatz. Auf dem Set war der Lotus deshalb unter dem etwas fragwürdigen Spitznamen "Wet Nellie" bekannt. 

Nun kommt der wasserfeste Lotus erneut bei einer Auktion zum Aufruf: RM Auctions versteigert den Wagen am 8. und 9. September 2013 im Rahmen der Battersea-Park-Auktion. Zum Schätzpreis wurden noch keine Angaben gemacht. In erster Linie, so äußerste sich RM, wolle man jedoch vermeiden, dass der Dienstwagen des berühmtesten britischen Agenten in feindliche Hände fällt. Und im Dienste ihrer Majestät sollte ja eigentlich kein Preis zu hoch sein.

Fotos: RM Auctions