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Was die Liebe zu Autos kostet – und wie sie sich auszahlt

Wie wird der Besitz eines Sammlerautos noch lukrativer? TJ Grewal, Autoenthusiast und Gründer der Autoverwaltungs-App CARPORT, spricht über die Realitäten unseres Hobbys und zeigt, wie sich der Besitz mit etwas Aufwand noch mehr auszahlt. Hier seine Erkenntnisse, aus denen CARPORT entstand.

Eine kostspielige Leidenschaft

Heute gibt es für nahezu jede erdenkliche Produktkategorie Sammler und Enthusiasten. Was uns von anderen unterscheidet, sind jedoch nicht nur die Dinge, die wir sammeln, nämlich Autos, sondern vor allem die Ausgaben. Da Autos altern, ganz gleich ob sie gefahren werden oder stehen, wissen wir, dass ihr Erhalt Geld kostet. Doch wie viel geben wir eigentlich aus?

Den besten Daten zufolge, die ich finden konnte, wenden wir im Schnitt jährlich 2 bis 4 Prozent des Werts unserer Autos auf, nur um ihren Zustand zu erhalten. Wer ein größeres Projekt oder eine Restaurierung finanziert, liegt darüber, und rechnet man die laufenden Kosten für Versicherung, Finanzierung und Unterbringung hinzu, noch deutlich mehr. Ich habe meine eigenen Rechnungen durchgesehen und festgestellt, dass diese Schätzung zutrifft. Bei meinen teureren Autos lag ich eher am unteren Ende der Spanne, bei den günstigeren eher am oberen. Und je länger ich ein Auto besaß, desto zuverlässiger traf die Spanne zu.

Ein Vergleich mit anderen Anlageklassen: Wer Uhren, Kunst oder Wein sammelt, dürfte kaum mehr als 1 Prozent des Werts pro Jahr allein für den Erhalt des Zustands ausgeben. Und wer Sammlerautos rein als Geldanlage betrachtet, dem sei in Erinnerung gerufen, dass er für die Vermögensverwaltung seines Wertpapierportfolios vermutlich weniger als 1 Prozent im Jahr zahlt.

Wir geben für unser Hobby also um eine Größenordnung mehr aus als andere, oft sogar noch mehr, und das lässt sich realistisch betrachtet nicht vermeiden. Ein vernachlässigtes, schlecht gewartetes Auto zieht entweder immer teurere Reparaturen nach sich oder muss beim Verkauf mit einem spürbaren Preisabschlag angeboten werden. Steigende Marktwerte mögen diesen Abschlag kaschieren, vorhanden ist er trotzdem.

Wir erwarten eine Rendite, könnten aber mehr dafür tun

Ich habe mit vielen Besitzern gesprochen, unterschiedlichster Art, jeden Alters und mit Sammlungen jeder Größe. Dabei habe ich gelernt, dass sich „Rendite“ am besten als Spektrum beschreiben lässt. Am einen Ende wird sie rein finanziell gemessen, am anderen steht allein der Erlebniswert, den ein Auto bietet. Die Ränder dieses Spektrums sind dünn besetzt. Die meisten von uns bewegen sich irgendwo in der Mitte, zwischen dem Fahrerlebnis und der Pflege des finanziellen Werts.

Wie sich zeigte, fällt es fast allen schwer, beides wirklich gut zu meistern: das Erlebnis zu sichern, also Wartung und Projekte so zu planen, dass das Auto bereitsteht, wenn man es fahren möchte, und die finanzielle Rendite zu optimieren, also die eigene Investition im Blick zu behalten und sich für einen Verkauf mit Aufpreis zu positionieren.

Warum? Einige Gründe wurden immer wieder genannt.

Erstens: „Alles hängt an mir.“ Man muss selbst überblicken, was wann zu tun ist. Selbst wer professionelles Personal für seine Sammlung beschäftigt, hat das Problem damit nur weitergereicht. Zweitens die Wissenslücke. Informationen liegen oft verstreut an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Formaten vor oder sind schlicht nicht bekannt. Und drittens geschieht das Ganze bestenfalls improvisiert. Ich habe alles gesehen, von Post-its über Klemmbretter bis hin zu Tabellen, mit denen versucht wurde, Bedarf und Zustand der Autos im Blick zu behalten.

Die Besitzer erzielen also durchaus eine Rendite, nur vielleicht nicht so hoch, wie sie sein könnte, und nicht so mühelos, wie sie es sich wünschen würden.

Mit etwas Aufwand können besseren Renditen erzielt werden

Nach all diesen Gesprächen und meinen eigenen Schwierigkeiten bei der Verwaltung meiner Autos dachte ich mir, dass wir hier etwas Hilfreiches entwickeln könnten. So entstand CARPORT. Die App soll Besitzern ermöglichen, ihre Autos und ihre Prioritäten einfacher zu verwalten, was zu besseren Renditen führen sollte, ob finanziell oder auf andere Weise. Genau das haben wir in den vergangenen drei Jahren erlebt: Besitzer unterschiedlichster Autos aus allen Teilen der Welt, die ihre Wagen verwalten und pflegen.

Die Grundlagen für eine einfachere Verwaltung und bessere Renditen sind simpel:

Wissen, was wann gemacht wurde. Ihre bisherigen Rechnungen sind wahre Wissensspeicher. Sammeln Sie sie von all Ihren Werkstätten und Dienstleistern, digitalisieren Sie sie, damit sie anhand der Suchfunktion jederzeit auffindbar sind, und rechnen Sie sie zusammen, um Ihre Ausgaben nachverfolgen zu können.

Wissen, was wann nötig ist. Machen Sie sich mit den wichtigen Wartungspunkten Ihres Autos vertraut und richten Sie Erinnerungen ein, die sich danach richten, wann diese entsprechend Ihrem Nutzungsverhalten tatsächlich anstehen.

Die Spezifikationen kennen. Wenn Verbrauchsmaterialien wie Öle, Flüssigkeiten, Reifen und Batterien ersetzt werden müssen, sollten Sie genau wissen, womit.

Dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren. Digitale Kopien Ihrer wichtigen Unterlagen sind praktisch, noch wichtiger ist es aber, die Geschichte Ihres Autos festzuhalten: Vorbesitzer, wichtige Ereignisse, Restaurierungsunterlagen und so weiter. Belegen Sie die Provenienz Ihres Wagens, denn Autos werden nach Zustand und Dokumentation bewertet.

All das hilft Ihnen, bereit für mehr Erlebnisse zu sein, und kann Ihnen, wenn es so weit ist, eine bessere finanzielle Rendite verschaffen, weil Sie belegen können, warum Ihr Auto einen höheren Preis verdient als andere.

Wenn Sie mehr von Teejs Autosammlung sehen möchten, finden Sie sie hier.

 

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