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Dieses Unikat aus Italien verbindet Le-Mans-Power mit vier Sitzen

1968 enthüllte der auf Sportwagen mit amerikanischem V8 und italienischem Design spezialisierte Hersteller den Prototyp eines kraftvollen 2+2-Sitzers, der wie geschaffen für schnelle Reisen gewesen wäre. In Serie ging er nie, doch jetzt bringt Broad Arrow das Einzelstück unter den Hammer.

 

Die von dem begnadeten Konstrukteur und ehemaligen Alfa-Romeo- und Ferrari-Ingenieur Giotto Bizzarrini gegründete Automarke ist vor allem mit ihren üppig motorisierten Langstrecken-Rennwagen und den davon abgeleiteten Straßensportwagen in die Geschichte eingegangen. Im letzten Kapitel des Unternehmens widmete sich der Hersteller aber dem alltags- und familientauglicheren Konzept des 2+2-Sitzers. Auf dem Turiner Autosalon 1968 stellten die Italiener einen Prototyp mit der Bezeichnung „GT America 2+2“ vor, der technisch eng mit dem 5300 GT verwandt war, dem bekanntesten Bizzarrini-Modell. Auf dem Stand parkte er neben dem Bizzarrini Manta, den Giorgetto Giugiaro für sein neu gegründetes Designstudio Italdesign entworfen hatte.

 

Unter der betont flachen Haube steckt deshalb der bewährte 5,4-Liter-V8 aus der Chevrolet Corvette, der mit rund 355 PS dem Reisecoupé ordentlich Beine macht. Die eigenwillig geformten Klappscheinwerfer geben dem Prototyp zusammen mit den Kühlöffnungen, die an eine grimmig dreinschauende Mundpartie erinnern, den Look einer Samurai-Maske. In Serie ging der Gran Turismo nie, vermutlich vor allem aus finanziellen Gründen: Bizzarrini meldete 1969 Insolvenz an. Im Oktober 1970 wurde der noch unfertige GT America als Teil der Insolvenzmasse an den Bizzarrini-Enthusiasten Mauro Chigiotti verkauft. Nach Stationen in Südafrika und Italien gelangte der Wagen 2017 in die USA. Dort versteigert ihn das Auktionshaus Broad Arrow am 2. Oktober im Rahmen der „Audrain Auction“ in Newport. Der Schätzwert liegt bei 400.000 bis 500.000 Dollar.

 

 

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