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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein auffälliger und ausgesprochen ungewöhnlicher Aston Martin, ein radikales KI-Hypercar, eine spartanische Lotus-Rarität, der letzte handgeschaltene V12-Ferrari und ein von einem französischen Filmklassiker inspirierter Renn-Mustang. Genießen Sie die Vielfalt des Classic Driver Marktes!

 

Gentleman im Jogging-Anzug

Wenn es einen Sportwagenhersteller gibt, den man direkt mit britischem Understatement verbindet, dann ist es wohl Aston Martin. Auch wenn unter den langen Motorhauben der Kreationen aus Gaydon großvolumige und bärenstarke Acht- oder Zwölfzylinder werkeln, bleibt das Design zeitlos elegant und betont zurückhaltend – so wie es sich für den Dienstwagen eines stilvollen Geheimagenten wie James Bond eben gehört. Das Angebot wird zwar nur von den wenigsten Kunden in Anspruch genommen, optional bietet der Hersteller extrovertierten und Performance-bedachten Käufern aber auch wildes Spoilerwerk und auffällige Farbkombinationen an. Dass sich der Charakter der Autos so grundlegend verändern lässt, beweist dieser Aston Martin V12 Vanquish, den der australische Händler Young Timers Garage aktuell im Bestand hat.

Das werksseitig verbaute Aero-Paket macht das elegante Coupé in Kombination mit den orangenen Akzenten zu einem echten Hingucker. Der Wagen aus dem Jahre 2003 hat 35.500 Kilometer auf dem Tacho und ist damit gerade mal so eingefahren. Der Vanquish der 2000er wurde von einem 5,9 Liter großen und 460 PS starken Zwölfzylinder auf über 300 km/h katapultiert, aerodynamischer Feinschliff kann also durchaus nicht schaden. Eins ist aber sicher – in dieser halbstarken Optik wäre der Aston beim Casting für den 007-Streifen „Stirb an einem anderen Tag" höchstwahrscheinlich durchgefallen.

 

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Algorithmus statt Zeichenbrett

Der auf nur 80 Exemplare limitierte Czinger 21C aus dem vergangenen Jahr fegt ein kleiner US-Hersteller traditionelle Konventionen des Automobilbaus radikal beiseite: Er gilt als eines der ersten Serienautos überhaupt, bei dem künstliche Intelligenz nicht mehr bloß unterstützte, sondern zentral und federführend in den gesamten Entwicklungsprozess integriert war. Das Ergebnis dieser KI-gestützten „Bio-Logic“-Konstruktion ist ein im 3D-Druck gefertigtes Chassis, gepaart mit einem bärenstarken, 1.250 PS starken V8-Hybridantrieb.

In dieser rennstreckenoptimierten HDF-Variante presst die Aerodynamik den Boliden bei 240 km/h mit über 1,5 Tonnen brachial auf den Asphalt – ein Abtrieb, die ihm innerhalb von nur fünf Tagen bereits fünf US-Streckenrekorde bescherte. Das angebotene Sammlerstück glänzt in dem auffälligen Farbton „Artemis Yellow“ und mit Zierstreifen aus Sicht-Carbon überzogen. Das Hypercar, das RM Sotheby’s im August bei seiner Monterey-Auktion unter den Hammer bringt, verfügt über exklusive Sonderausstattung im Wert von über 133.000 Dollar (circa 116.600 Euro) und befindet sich mit einer Laufleistung von gerade einmal 523 Meilen in einem neuwertigen Zustand. Das Estimate gibt das Auktionshaus mit 2,3 bis 2,5 Millionen Dollar an, was ungefähr 2 bis 2,2 Millionen Euro entspricht.

 

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Ein ausgesprochen europäisches Rennpferd

Manchmal dient das Kino als Inspiration für den Motorsport und nicht andersherum. In Claude Lelouchs mit zwei Oscars gekrönten Romanze „Un homme et une femme" jagt der Rennfahrer Jean-Louis Duroc nach der Rallye Monte Carlo im weißen Ford Mustang durch die Nacht, um rechtzeitig bei seiner großen Liebe in Deauville zu sein. Genau von diesem vierrädrigen Hauptdarsteller inspiriert, trägt dieser reinrassige Tourenwagen das ikonische Kleid der „Ecurie Ford France" – liebevoll nachgebildet bis hin zum originalen Pariser Kennzeichen aus dem Film. Doch auch der als Basis dienende Mustang ist etwas Besonderes, denn der Wagen lief 1966 nicht in Dearborn, sondern im Ford-Montagewerk in Amsterdam vom Band. Seit seiner Erstauslieferung war er ununterbrochen in den Niederlanden angemeldet.

Unter dem Blechkleid dieser Hommage von „Machines with a Mission“ verbirgt sich kompromisslose, aber dennoch für die Straße zugelassene Renn-Technik. Nach Einsätzen in der niederländischen „Supersixties"-Meisterschaft und beim prestigeträchtigen Goodwood Members' Meeting präsentiert sich der V8-Klassiker in absolutem Bestzustand. Der FIA-konforme Wettbewerbsmotor wurde frisch aufgebaut und ist gerade erst eingefahren.

 

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Colin Chapman wäre stolz

Kaum ein anderer Lotus der Neuzeit verkörpert die radikale Leichtbau-Philosophie, die einst die Essenz der Markenidentität war, so extrem wie der 3-Eleven – der Zweisitzer muss völlig ohne Dach oder Windschutzscheibe auskommen. Während die Straßenversion bereits als Exot gilt, treibt diese rennstreckenoptimierte „Race Version" das Konzept auf die Spitze: Hinter dem Fahrer faucht ein kompressorgeladener 3,5-Liter-V6, der giftige 466 PS entfesselt und in Kombination mit einem sequenziellen Renngetriebe und einer Leermasse von unter 900 Kilo ein Leistungsgewicht von 517 PS pro Tonne erreicht – Hypercar-Territorium.

Carmeli Garage" bietet ein Exemplar an, das mit seiner Lackierung im leuchtenden „Solar Yellow" sofort ins Auge sticht. Mit einer Laufleistung von gerade einmal 10 Kilometern, die der Überführung zuzuschreiben sind, handelt es sich um eine fabrikneue Fahrmaschine und ein absolutes Sammlerstück, von dem insgesamt nur 311 Stück gebauten wurden. Die Italiener rufen für den spartanischen Boliden 184.900 Euro auf.

 

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Der letzte handgerissene V12-Ferrari

Der 599 GTB Fiorano markiert das Ende einer glorreichen Ära, deren Anfänge bis zum Renn-Debüt des Cavallino Rampante zurückgehen: Er war der letzte Ferrari, bei dem der markentypische V12 in Kombination mit einem manuellen Getriebe bestellt werden konnte – inklusive der traditionellen, offenen Schaltkulisse versteht sich. Von rund 4.000 gebauten Exemplaren verließen laut dem Hersteller aus Maranello lediglich 30 das Werk als echte Handschalter – das macht diesen zeitlos eleganten Sportler heute zu einer unglaublichen Rarität und einem absoluten Blue-Chip-Sammlerstück.

Unter der langen und nach vorne sanft abfallenden Haube wütet das vom Enzo-Triebwerk abgeleitete, frei saugende 6,0-Liter-Aggregat mit 620 PS. Bei dem von GTO Motors angebotenen Exemplar mit 28.261 Kilometern auf der Uhr wurde diese ohnehin schon spektakuläre Basis durch eine atemberaubende Spezifikation veredelt: die exklusive Sonderlackierung im weinroten „Vinaccia" aus der „Ferrari Historic Colours"-Palette, mit der sich die Italiener auf die Fünfziger- und Sechzigerjahre zurückbesonnen haben, Scuderia-Embleme auf den Kotflügeln, 20-Zoll-Challenge-Felgen und eine Carbon-Keramik-Bremsanlage machen ihn zu einem ausgesprochen ästhetischen Hochleistungssportler. Innen zieht sich die schicke „Cuoio"-Vollleder-Ausstattung vom Dachhimmel bis zu den Daytona-Sitzen.

 

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