

Die Geschichte des 24-Stunden-Rennens in Le Mans wurde von vielen Autobauern geprägt. Doch wenn man sich die Historie der Langstrecken-Veranstaltung, die seit 1923 ausgetragen wird, genauer betrachtet, merkt man schnell, dass Porsche mit insgesamt 19 Gesamtsiegen auf dem Circuit de la Sarthe mit Abstand am erfolgreichsten war. 1970 konnten die Zuffenhausener mit dem legendären 917 zum ersten Mal die Gesamtwertung für sich entscheiden.
Die Erfolgsgeschichte der Sportwagenschmiede in Nordwestfrankreich begann jedoch schon deutlich früher. Bereits 1951 errang ein aerodynamisch optimiertes Porsche 356 SL Coupé, das von den beiden Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche pilotiert wurde, den Sieg in der Klasse G, für Autos mit weniger als 1,1 Liter Hubraum. Gleichzeitig erreichten sie auch den 20. Platz in der Gesamtwertung – kein schlechter Einstieg für den damals noch jungen und kleinen Hersteller, dessen Motorsport-Aktivitäten sich bisher vor allem auf Stadtrennen und Rallyes beschränkt hatten. Mit der effizienten, leichten und zuverlässigen SL-Version des 356 wagten sich die Schwaben in Le Mans erstmals auf die große Bühne. In den letzten siebeneinhalb Jahrzehnten sollten weitere 112 Klassensiege folgen.


„Wir sind nicht nur Rekordhalter bei Gesamt- und Klassensiegen, sondern auch der einzige Hersteller, der seit 1951 ununterbrochen mindestens ein Fahrzeug am Start in Le Mans hatte", unterstreicht Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport.
Anlässlich des 75. Jubiläums von Porsche Motorsport erinnert das Unternehmen jetzt genau an diesem Ort an den Beginn dieser Erfolgsgeschichte. Allerdings nicht mit einem offiziellen Werksteam, da der Autobauer sich nach dem letzten Rennen im vergangenen Jahr aus der Hypercar-Klasse und der WEC-Serie verabschiedet hatte, sondern mit den beiden Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Manthey, die am 13. Juni 2026 in der LMGT3-Kategorie an den Start gehen – deren silberne Folierung ist an die typisch deutsche Silberpfeil-Optik des Urahnen angelehnt, der vor siebeneinhalb Jahrzehnten den Grundstein für Porsches legendäre Le Mans-Karriere gelegt hatte. Hinter deren Steuer werden unter anderem die beiden Werksfahrer Ayhancan Güven und Richard Lietz ihr Bestes geben.























