

Das unverfälschte Hypercar
Nach zwei rekordverdächtigen Verkäufen in Höhe von 14 und 16,5 Millionen Euro zu Beginn dieses Jahres richten sich alle Blicke auf den Enzo-Markt. Dieser Ferrari Enzo aus dem Jahr 2004 – angeboten von GG Classic Cars mit Standort in London – ist ein atemberaubendes Exemplar jenes von der Formel 1 inspirierten Ferrari-Hypercars aus der Blütezeit der Saugmotor-Ära. Als eines von nur neun Exemplaren, die in der höchst exklusiven Farbkombination „Argento Nürburgring" über einem schwarzen Lederinterieur ausgeliefert wurden, verkörpert dieser Wagen eine zeitlos-zurückhaltende Eleganz und ist zugleich typisch für die Ära um die Jahrtausendwende. Ausgestattet mit der „Ferrari Classiche"-Zertifizierung, Originallackierung und „nur" 7.600 Kilometern auf dem Tacho, wird dieses erstklassige Sammlerstück komplett mit allen Bordbüchern und dem originalen Werkzeugsatz offeriert. Es wird spannend zu beobachten sein, zu welchem Preis diese Rarität den Besitzer wechseln wird. Der Enzo ist die Definition eines lupenreinen „Modern Classic", der äußerste Seltenheit mit jenem ikonischen Ferrari-Fahrerlebnis verquickt, das eine ganze Epoche prägte. Ehe Turboaufladung und Elektrifizierung in Maranello Einzug hielten.


Dieser Amerikaner erhielt in Frankreich eine Gehirnwäsche
Dass Fords amerikanisches Einstiegsmodell den Weg über den Atlantik fand und Mitte der 1960er-Jahre in Frankreich als Neuwagen verkauft wurde, ist an sich schon interessant genug. Doch die Verwandlung, die dieser Ford Falcon Futura Hardtop von 1964 durchlief, lässt es im Vergleich zum unspektakulären Serienmodell wirklich herausstechen. Das kompakte US-Coupé erhielt einen leistungsstarken 331-ci-(5,4-Liter)-V8-„Stroker"-Motor mit „Trick-Flow"-Zylinderköpfen sowie ein manuelles und über einen Hurst-Shifter stilgerecht zu schaltendes Borg-Warner-T10-Getriebe. Die Karosserie wurde in „Wimbledon White" lackiert und trägt von Hand aufgebrachte Schriftzüge „The Brainwasher" aus Blattgold sowie schwarze Decals – authentisch im zeitgenössischen Stil der Drag-Racing-Szene der 1960er-Jahre. Um der gesteigerten Motorleistung gerecht zu werden, spendierte man dem Exil-Amerikaner noch ein verstärktes Fahrwerk und eine Currie-9-Zoll-Hinterachse.


Cruisen Sie in diesem 90er-Jahre-SL zum Club Tropicana
Lange Zeit haftete dem Mercedes-Benz R129 das Image eines konservativen Boulevard-Cruisers für Ruheständler an. Doch diesem Klischee entspricht dieser auffällige SL 320 Baujahr 1996 in keinerlei Weise. Der Antrieb – ein an ein Automatik-Getriebe gekoppelter 3,2-Liter-Reihensechszylinder – mag noch Standard sein. Doch unter der weißen Lackierung, welche die klassischen Karosserielinien betont, wartet die wahre Überraschung: ein vollständig mit helltürkisfarbigem Leder ausgeschlagener Innenraum – der als lebhafter Kontrast einen unverwechselbaren „Club Tropicana"-Look verströmt. Das Flair erinnert an Miami oder Ibiza – und definitiv nicht an Stuttgart oder Dortmund. Komplettiert durch ein Panorama-Glasdach, stellt dieses unfallfreie und über gut 100.000 Kilometer gefahrene Exemplar eine erfrischende Abkehr von der eher nüchternen Ausstrahlung dar, die lange Zeit diesem Roadster-Meisterwerk von Bruno Sacco anhaftete.


Dieser Yellow Bird braucht keinen Käfig
Dieser Porsche 991.1 GT3 RS aus dem Jahr 2016 ging als Neuwagen nach Finnland – ein Land, in dem man eher eine für Schotterpisten und Sprungkuppen taugliche Homologationsversion einer Rallye-Legende als einen deutschen Supersportwagen für die Rennstrecke vermuten würde. Das Fahrzeug sticht auf Anhieb durch seine seltene „Paint to Sample"-Lackierung in Racing Gelb ins Auge. Angetrieben wird es vom 500 PS starken Vierliter-Sechszylinder-Boxer, gekoppelt ans serienmäßige PDK-Getriebe. In dieser Kombination entsteht jenes typische und auch heute noch äußerst begehrte Fahrerlebnis, das wohl nur ein 911 bieten kann.
Bemerkenswert, dass dieses Exemplar ab Werk ohne das Clubsport-Paket konfiguriert wurde. Der fehlende Überrollkäfig lässt den Innenraum deutlich aufgeräumter wirken, was der Alltagstauglichkeit auf öffentlichen Straßen zugutekommt. Zugleich verweist eine Querstrebe für die Schroth-Gurte dezent auf die rennstreckentaugliche DNA. Mit einer Laufleistung von lediglich 15.753 Kilometern auf dem Tacho und einer lückenlosen Wartungshistorie bei offiziellen Vertragshändlern präsentiert sich dieses mit den optionalen 918-Schalensitzen ausgestattete Exemplar als makelloser und umfassend dokumentierter Fahrersportwagen.


Mit diesem Mojito riskieren Sie keinen Führerschein-Entzug
Das klassische Konzept des Strandautos der 1960er-Jahre verkörperten Riviera-Ikonen wie der Fiat 500 Jolly, der Renault 4 Plein-Air oder das originale Mini Beach Car. Als Hommage an den Letzteren hat der auf solche Umbauten spezialisierte britische Coachbuilder Crayford auf Basis eines Mini Mk1 von 1962 eine Neuinterpretation aufgelegt – dank einer verlängerten Countryman-Plattform mit Platz für vier Sonnenhungrige. Über 500 Stunden spezialisierter Karosseriearbeit stellten sicher, dass die strukturelle Integrität gewahrt bleibt – was bedeutet, dass sich das Strandwägelchen genauso agil und präzise bewegen lässt wie ein serienmäßiger Mini mit Dach.
Das höchst individuell gestaltete Interieur erinnert eher an eine Luxusyacht als an einen Kleinwagen und besticht durch maßgefertigte Holzböden und wetterfeste Sitze in Marinequalität, die sowohl Sonne als auch Feuchtigkeit standhalten. Auf den ikonischen Felgen des Mk1 Cooper S rollend und angetrieben von einem komplett durchgecheckten 848-cm³-Motor ist dieses Mini Beach Car „Reimagined" dazu prädestiniert, britischen Regen und Nebel gegen den Sonnenschein der Côte d'Azur oder der Amalfiküste einzutauschen.
























