

Ferrari 400i mit Stoffmütze
Ferrari bot die Baureihen 400 und 412 werksseitig nur als geschlossene, viersitzige Coupés an. Da es aber Nachfragen nach einer Offen-Version gab, öffnete sich für auf exklusive Cabrio-Umbauten spezialisierte Karosseriebauer eine lukrative Nische. Wie zum Beispiel für die CON-MODA GmbH (auch Karosseriebau Stommel) aus Köln, die in den 1980er-Jahren neben rund 100 Honda Prelude EX auch einigen Range Rovern und Ferrari 400/400i das Dach abflexte. So geschehen auch bei diesem 400i Baujahr 1977, einem von nur 883 mit von GM zugekaufter Dreistufen-Automatik. Wie in den 400i mit Handschalter wurde auch sein Motor als Novum für Ferrari von einer Benzineinspritzung (Bosch K-Jetronic) statt einer Vergaser-Batterie gespeist.
Dieser klassische 2+2-sitzige Ferrari Grand Tourer im keilförmig-unaufdringlichen Pininfarina-Design samt Klappscheinwerfern präsentiert sich im Ferrari-untypischen Farbton Olivgrün, ergänzt um eine ebenfalls grüne, würdevoll patinierte Connolly-Volllederausstattung. Mit einer Laufleistung von 77.961 Kilometern und kompletter Owner-History ist das in Belgien offerierte Modell bereit, das Stoffverdeck für seinen neuen Besitzer bei der nächsten Schönwetterperiode herunterzulassen.


Zweifarbiger BMW Roadster mit V8-Groove
Der von Henrik Fisker gestylte Z8 gehört zu den ikonischsten Roadstern von BMW und knüpfte bei seiner Premiere im Jahr 2000 an den legendären BMW 507 von Mitte der 1950er-Jahre an. Neben den klassischen Proportionen mit langer Haube und kurzem Heck sowie einem Interieur mit mittig platzierten Instrumenten stach er durch seine Motorisierung heraus: ein 4,9 Liter großer V8-Sauger mit 400 PS. Dieses 2002er-Modell mit deutscher Erstzulassung ist eines von nur elf Exemplaren mit in der BMW Individual-Abteilung aufgetragener Bi-Color-Sonderlackierung Stratusgrau Metallic/Elfenbein.
Der zusammen mit Hardtop, Werksauslieferungsbuch, lückenlosem Scheckheft und weiterem Zubehör von Axel Schuette angebotene Z8 wartet mit einer Laufleistung von 34.000 Kilometern nun auf seinen nächsten Besitzer. Der wird angesichts von nur 5.703 gebauten Exemplaren, darunter 555 Alpina Z8, ein seltenes Juwel erwerben, das den alten BMW-Slogan „Freude am Fahren“ mit einem noch nicht elektronisch überregulierten V8-Antrieb amerikanischer Prägung vereint.


Ein Keil, der aus der Wüste kam
Kleine Preisfrage: Was ist noch seltener als einer von nur 321 gebauten Lamborghini Countach 5000 S? Antwort: Dieses Exemplar Baujahr 1983, Erstes von nur fünf in der Farbe Oro Sahara, dazu als Europa-Version bestückt mit sechs Weber-Vergasern, die dem fast fünf Liter mächtigen V12 gegenüber den amerikanischen Versionen mit Einspritzmotor 20 Prozent mehr Power entlockten. Dieses Modell mit einem Interieur in Champagner-Leder wurde im Auftrag von Lamborghini Polo Storico bei der auf High-End-Restaurierungen italienischer Sportwagen spezialisierten Firma Caiarti (Mailand) nach Originalspezifikationen restauriert. Nachdem die Arbeiten 2022 beendet waren, nahm der 5000 S 2023 am Polo Storico 60 Giro teil, einer vom Werk unterstützten Ausfahrt mit historischen Lambos aller Jahrgänge.
Dass dieser Countach im Sahara-Look erstrahlt, mag daran liegen, dass er seine ersten Jahre in Saudi-Arabien verbrachte, ehe ihn ein für Saudia Airlines arbeitender Brite nach Großbritannien mitnahm. 5000 S-Modelle mit Vergasermotoren gehören schon an sich zu den begehrtesten Countach, doch dieses von RM Sotheby’s versteigerte Exemplar in Concours-Qualität und mit rund 35.000 Kilometern auf der Uhr wird jeder Lamborghini-Sammlung die Krönung aufsetzen.


Mit der DNA des Rallye-Dominators von Lancia
Ein Lancia Delta Integrale Futurista by Automobili Amos gehört zu den Lieblingen der Classic-Driver-Redaktion. Denn er entführt uns zurück in die Welt der den Rallye-Kosmos dominierenden Delta Integrale. Eugenio Amos hat zusammen mit Borromeo de Silva (Design) und Podium Advanced Technologies (Engineering) eine kompromisslose Neuinterpretation eines Delta für die 2020er-Jahre realisiert.
Dank „Cofango“-Frontpartie, bei der Motorhaube und Kotflügel als ein Teil aufgeklappt werden können, und dem Einsatz von Kohlefaser sank das Gewicht auf nur 1.250 kg. Die hinteren Türen wurden entfernt, wodurch ein dem „Spirit“ des Delta S4 näherkommender echter Dreitürer entstand. Mit 330 PS und – natürlich – Allradantrieb.
Dieses Modell ist die Nummer 14 in der auf 20 Exemplare limitierten Kleinserie. Es besticht in der hinreißenden Farbe Zell Blau über roten Schalensitzen in Leder und Alcantara. 2022 ausgeliefert, ist es mit 1.960 Kilometern gerade erst eingefahren und wird nun von Casa GTO mit einem zweiten Satz Felgen (mit Winterreifen) und TÜV-Zertifikation angeboten. Worauf noch warten?


BMW Z4 mit 50er-Jahre-Flair
Dieser Roadster entstand aus der Verehrung für einen großen Rock-‘n‘-Roll-Star und der Liebe zum BMW 507 – einem Roadster, den dieser Rockstar während seiner Zeit als GI in Deutschland fuhr. Sie ahnen, wer gemeint ist? Yes, Elvis Presley. Das Produkt ist ein Retro-Cabrio auf Basis des BMW Z4, wobei von dessen Original-Karosserie nicht mehr viel übriggeblieben ist. Stattdessen wird der „Tender 5.7“ bei Estella Fahrzeugtechnik aus dem schwäbischen Grosselfingen mit neuen und komplett aus Kohlefaser gefertigten Karosserieteilen eingekleidet – mit einer Frontmaske und Rückleuchten, die den 507 zitieren.
Unter der Haube sitzt zwar auch hier der Reihensechszylinder aus dem Z4 M40i – aber dank eines größeren Turboladers und einer Bastuck-Auspuffanlage wurde er von serienmäßig 340 PS auf beeindruckende 476 PS getunt. Die Bezeichnung „5.7“ dürfte demnach eher eine Anspielung auf das klassische Vorbild als auf den Hubraum – und „Tender“ eine Referenz an den größten Schmuse-Hit des „King of Rock ‘n‘ Roll“ sein.
Weltweit will Estella 15 dieser Retro-Roadster bauen; fünf sind laut Hersteller fertig, einer ist verkauft, die anderen, darunter dieses 2025 gebaute Exemplar in Frozen Grey Matt, sind kurzfristig zu besonderen Konditionen lieferbar. It’s now or never?












