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Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Man weiß wirklich nie, was man auf dem Classic Driver Markt unter Tausenden von Fahrzeugen entdecken wird. Gerade wenn man denkt, man habe schon alles gesehen, tauchen ein einzigartiger Pontiac Firebird, ein Aston Martin in einer seltenen Farbe und sogar ein ganz besonderes Lamborghini-Unikat auf!

 

Eine Seltenheit in Rot

Autos aus den frühen 2000er-Jahren stehen angesichts ihres 25. Geburtstags hoch im Kurs und zählen längst zu den begehrtesten Fahrzeugen im Klassiker-Markt. Ihr Design war ansprechender, die Technik noch nicht so komplex, aber ihr unverwechselbarer Charakter ist nach wie vor beeindruckend. Wenige Modelle verkörpern diese Eigenschaften so überzeugend wie der Aston Martin Vanquish.

Natürlich würden wir – wie viele andere auch – wahrscheinlich ein Exemplar in Tungsten Silver wählen, wie jenes, das Pierce Brosnan im 007-Streifen „Stirb an einem anderen Tag“ fuhr. Obwohl das leuchtende Rot diesem ikonischen GT zu einer ganz neuen Note verhilft. Als eines von insgesamt nur 2.500 gebauten Exemplaren ging der Vanquish im Oktober 2002 neu an Prinz Al-Thani aus Katar, der die auffällige Lackierung mit einer rot-beige-farbigen Lederpolsterung kombinieren ließ. Und dazu die 2+2-Variante orderte, die Platz für zwei zusätzliche Passagiere bot. Der Prinz nutzte das Fahrzeug bis 2015, allerdings nur selten, und verkaufte es nach lediglich 3.000 Kilometern. Seitdem wechselte der von einem 5,9 Liter großen V12 angetriebene Aston noch zweimal den Besitzer, wobei der bis dahin letzte 2016 ein Sechsgang-Schaltgetriebe nachrüsten ließ. Bis heute ist dieser von Ian Callum designte Aston erst 9950 Kilometer gelaufen und präsentiert sich in einem exzellenten Zustand. Schon jetzt ein „modern classic“ und ein ideales Sammlerstück für jeden Aston-Martin-Fan, das am 11. Oktober bei der kommenden Aguttes on Wheels' Auktion versteigert wird. 

 

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Turbogeladene Dominanz

Wenn Sie auf der Suche nach einem der legendärsten Porsche-Rennwagen sind, haben Sie Glück. Der 935 ist nicht nur eine Legende in der bewegten Motorsportgeschichte der Schwaben, sondern auch in der Geschichte der Langstreckenrennens insgesamt. Entwickelt in der Blütezeit der Gruppe-5-Ära, verkörperte der 935 dank anfangs einfacher, aber sehr bald doppelter Turboaufladung Dominanz in Reinkultur. Dieses Exemplar mit Chassisnummer 930 890 0015 ist das zweite für die Saison 1978 neu an den Kölner Rennstall von Georg Loos ausgelieferte Modell und kam erstmals mit Toine Hezemans beim Auftakt zur Deutschen-Rennsportmeisterschaft in Zolder zum Einsatz. 

Allein beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans donnerte dieser 935 zwischen 1979 und 1982 viermal die Hunaudières-Gerade herunter, auf unserem Foto (Startnummer 1) sieht man ihn vor dem Start zu den 24 Stunden von Daytona 1979; im selben Jahr gelang der größte Sieg beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring. Ende 1979 kaufte der Schweizer Privatfahrer Claude Haldi den Wagen. Er verpasste ihm eine nicht unbedingt elegante neue Frontparte und setzte ihn, zumeist mit Bernard Béguin als zweiten Fahrer, bis Ende 1982 in der Marken-WM und solo der DRM ein. Zu den prominenten Fahrern aus der Loos-Zeit zählen neben Hezemans Klaus Ludwig, John Fitzpatrick, Manfred Schurti, Hans Heyer, Jacky Ickx und Bob Wollek. 

Der 935 präsentiert sich in der originalen Optik des Le Mans-Rennens von 1979, wo er mit Schurti und Heyer sowie der Startnummer 36 antrat. Er wird zusammen mit einer Kremer K3-Karosserie ausgeliefert, die Haldi ausnahmsweise für die 82er-Ausgabe von Le Mans montiert hatte.

 

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The Cyberpunk Pontiac 

Was Sie hier sehen, ist nicht nur ein auch für uns überraschendes Unikat, sondern vielmehr die Vision, wie sich Pontiac die Zukunft des Autofahrens im Amerika der 2000er-Jahre vorstellte. Ausgehend vom Pontiac Firebird als Basismodell schuf Harry Bradley, damals Stardesigner bei GM, in Zusammenarbeit mit dem renommierten Ingenieur Dave Crook diesen einzigartigen Prototyp mit Namen „ONE“. 

Mit seinem Design, das an die fliegenden Autos aus den Science-Fiction-Filmen der 80er-Jahre erinnert, besticht der Pontiac ONE durch seine flache Karosserieform und die nahtlos in das langgezogene Heck übergehenden und nahezu komplett verkleideten Hinterräder. Die Front fällt durch die mit Plexiglas verkleideten Scheinwerfer und eine Motorhaube mit sechs „Scoops“ auf, durch die Frischluft zum serienmäßigen V8 gelangt. Diese ambitionierte Vision der Zukunft vom Beginn der 70er-Jahre ist ein absolutes Einzelstück und wird mit Sicherheit überall, wo es gezeigt wird, für Aufsehen sorgen! Denn der Cyberpunk Pontiac erhielt sogar eine amerikanische Straßenzulassung und wurde von seinem letzten Besitzer auch noch eifrig bewegt.

 

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Golden Boy

Dieser Ferrari 308 GTB aus dem Jahr 1976 ist einer von nur 712 jemals gebauten Exemplaren mit Fiberglas-Karosserie, genannt „Vetroresina“. Er läutete die markante, keilförmige Silhouette von Ferrari ein, die einen Stilrichtungs-Wechsel für die Marke vollzog und die Fahrzeugpalette von Maranello über Jahrzehnte prägen sollte. Als einer der frühesten 308 ist dieses Fiberglas-Modell ein absolutes „Must have“ für jeden Ferraristo.

Das in der seltenen und eleganten Farbe Marrone Dino Metallizzato über einem beigefarbenen Interieur ausgelieferte Fahrzeug befand sich sein gesamtes Autoleben lang in Italien, war 45 Jahre lang im Besitz des ersten Eigentümers und wurde erst 2022 an einen zweiten Tifoso mit Wohnsitz Rom verkauft. Wo er vom Markenspezialisten Scuderia Baldini eine Rundumpflege erhielt. Im Februar 2025 folgte die Zertifizierung im „Red Book“ von Ferrari Classiche, das matching numbers für Chassis, Motor und Getriebe bestätigte. Da die Preise für Ferrari aus der goldenen Ära kontinuierlich steigen und diese Fahrzeuge immer begehrter werden, dürfte dieses ikonische Modell in der kommenden Münchener Auktion von RM Sotheby’s ein begehrtes Sammlerstück sein.

 

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Frisch aus der Zukunft

Wir sind stolz darauf, Ihnen im Laufe der Jahre einige wirklich einzigartige Fahrzeuge präsentiert zu haben. Aber es gibt immer wieder Modelle, die uns vom ersten Augenblick an in Staunen versetzen. Wie der oben gezeigte Pontiac und nun auch die Konzeptstudie Lamborghini Pregunta aus dem Jahr 1998. Sie entstand als letzter Eigenentwurf der Marke vor der Übernahme durch Audi und gilt als eines der radikalsten Concept Cars der 1990er-Jahre. Mit seiner futuristischen Optik und innovativen Technik, die gleichzeitig den unbändigen „Spirit“ von Lamborghini verkörperten, gab der Pregunta einen Ausblick auf die Designs und Technologien, die für die Supersportwagen des neuen Jahrtausends stilprägend sein sollten.

Der Auftrag für den Bau der Karosserie und des Innenraums des auf dem Diablo basierenden Pregunta ging an Heuliez-Torino, die Turiner Dependance von Heuliez, dem französischen Hersteller von Pkw und Omnibussen sowie Spezialisten für Cabrio-Verdecke. Das Design verantwortete Studioleiter Marc Deschamps, der 1979 bei Bertone die Nachfolge von Marcello Gandini als Designdirektor angetreten hatte und 1992 bei Heuliez Torino startete. Zum Portfolio des 1944 geborenen Belgiers gehörten bis dahin unter anderem der Renault R5 Turbo, der Lamborghini Jalpa und der Citroën Camargue. Beim Pregunta, dessen Karosserie komplett aus Kohlefaser gebacken war, orientierte sich Deschamps an Kampfjets, was die vom französischen Dassault Rafale übernommene mattschwarze Lackierung und Flügeltüren im Stil einer gläsernen Flugzeugkanzel unterstrichen. Die Studie wurde nach einem Debüt im Oktober 1998 im März 1999 noch einmal in Genf gezeigt, dann aber zusammen mit anderen Studien für einen Diablo-Nachfolger von Audi eingemottet.

Nach über einem Jahrzehnt im Verborgenen bietet sich nun die seltene Gelegenheit, dieses einzigartige Stück Lamborghini-Geschichte zu erwerben – ein Fahrzeug, das die traditionsreiche Vergangenheit der Marke mit der modernen Supercar-Renaissance verbindet, die Lamborghini maßgeblich mitgeprägt hat. Erleben Sie dieses außergewöhnliche Fahrzeug bei der kommenden Broad Arrow Auktion vom 10. Oktober.

 

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