Während sich das prachtvolle Gelände von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Sir Winston Churchill, auf ein Wochenende voller Automobillegenden vorbereitete, war der deutsche Händler Amian Collection Cars aus Kerpen damit beschäftigt, eine atemberaubende Auswahl an Hypercars für die Ausstellung zu verschicken. Der Salon Privé ist ein Event, das speziell dafür konzipiert wurde, die Freude am Automobil zu feiern, sei es mit einem Vorkriegs-Bentley oder einem neuen Bugatti. Das perfekt gepflegte Gelände und die majestätische Architektur des Palastes bilden die perfekte Kulisse für einige der seltensten Autos der Welt, darunter auch diese „Super Six“ von Amian. Werfen wir einen genaueren Blick auf jedes der ausgestellten Modelle…


Pagani Zonda 760 Viola
Wir beginnen unseren Spaziergang durch den Hypercar-Himmel mit einem Pagani und dem fünffachen Formel-1-Champion Juan Manuel Fangio. Mit diesem Modell wollte Horacio Pagani 2018 einen der größten Rennfahrer aller Zeiten ehren und beließ es daher bei einer limitierten Auflage von fünf Exemplaren. Die gesamte Karosserie des vom legendären 7,3-Liter-AMG-Zwölfzylinder mit 760 PS angetriebenen Hypercars besteht aus Kohlefaser, und der Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl – was für extreme Leichtigkeit und Steifigkeit bürgt.


Pagani Huayra Roadster BC
Wo der Zonda schrie, heulte der Huayra. 2017 entstand Paganis bis dato technischstes Meisterwerk, ein Modell, das weniger wog als sein Coupé-Bruder, auch weil es die Steifigkeit eines festen Dachs einbüßte. Jedes einzelne Karosserieteil des Huayra Roadster BC ist aus Paganis charakteristischem Carbo-Triax HP62-Gewebe geformt, sein Design wahrlich ein Meisterwerk funktionaler Kunstfertigkeit. Der AMG-V12 mit Doppelturbolader leistet 799 PS, aber der Huayra liefert mehr als nur beeindruckende Zahlen. Denn einmal in Bewegung, beschert der V12 mit seinem einzigartiger Auspuffsound dem glücklichen Fahrer und Beifahrer Emotionen auf höchstem Niveau.

Pagani Huayra
Es ist kaum zu glauben, dass der Huayra bereits 2011 debütierte – so gut sieht er selbst neben einigen der neuesten und besten Hypercars noch immer aus. Als würdiger Nachfolger des Zonda und benannt nach dem Inka-Gott des Windes verkörperte der Huayra Paganis Obsession für Windschlüpfrigkeit und Bewegung. Er glänzte mit einer für ein Straßenauto revolutionären, aktiven Aerodynamik, während der auch hier installierte AMG-V12 nicht nur Leistung, sondern auch ein spektakuläres Erlebnis bereitstellte.

Bugatti Veyron 'Soleil de Nuit'
Keine Liste atemberaubender Hypercars wäre vollständig ohne ein oder zwei Bugatti. Und während der Chiron der schnellere und jüngere Bruder der beiden ist, haben sein seidenweiches Design und seine Subtilität den Veyron heute zu einem echten Sammlerstück gemacht. Jeder Veyron ist etwas Besonderes, aber der Soleil de Nuit, der 2009 als Einzelstück auf der Dubai Motor Show enthüllt wurde, hat die Extravaganz auf ein neues Niveau gehoben. Sein Name, übersetzt „Sonne der Nacht“, bringt den Kontrast von tiefem nachtblauem Carbon und strahlend poliertem Aluminium perfekt auf den Punkt. Mechanisch identisch mit dem 1.001 PS starken Veyron, existiert der Soleil de Nuit nicht, um Leistung neu zu definieren, sondern um Bugattis Philosophie maßgeschneiderter Extravaganz zu verkörpern.


Bugatti Veyron Centenaire Villa d‘Este
Von einem exklusiven Veyron zum nächsten: Dieser hier feierte den 100. Geburtstag der Marke mit mehr Stil, als man sich nur wünschen kann. Es war 2009 beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este, als Bugati mit vier einzigartigen Veyron sein Hundertjähriges würdigte. Die Einzelstücke waren jeweils einer Grand-Prix-Legende aus der Vorkriegszeit der Marke und den Ländern gewidmet, für die die Fahrer fuhren: Blau für Frankreich und Jean-Pierre Wimille, Rot für Italien und Achille Varzi, Grün für Großbritannien und Malcolm Campbell und Weiß für Deutschland und Hermann zu Leiningen. Dieses Exemplar in der Farbkombination Grün/Chrom ist das „Malcolm Campbell“-Modell und hat als einziger des Quartetts seit seiner Auslieferung 2009 nur wenige Kilometer (unter 2000) abgespult. Was zukünftige Klassiker und wahre Sammlerautos angeht, ist dies ein Veyron, der wahrscheinlich sehr schnell weggeschnappt sein wird!


Ferrari Enzo
Zum guten Schluss kommen wir zu einem Ferrari. Natürlich zu keinem gewöhnlicher Ferrari, sondern zu einem Modell, das 2002 als so beeindruckend galt, dass Maranello es wagte, seinen ultimativen Supersportwagen nach dem Namen des Firmengründers zu taufen. Der Enzo war kompromisslos und ein würdiger Nachfolger der Vorgänger F40 und F50. Er beherbergte einen 6,0-Liter-V12-Saugmotor mit Formel-1-Wurzeln, während Pininfarina eine scharf geschnittene Karosserie aus Kohlefaser beisteuerte. Seine „Scherentüren“, der in Rot gehaltene Innenraum und das ebenfalls von der Formel 1 inspirierte Getriebe trugen dazu bei, dass sich der Enzo weniger wie ein Straßenauto und mehr wie ein aus Fiorano geschmuggelter Prototyp anfühlte. Heute erfüllt er den Status des letzten analogen Ferrari-Hypercars, ein Supersportwagen, der mit kompromisslosem Purismus eine Brücke zwischen alter und neuer Welt schlug.







































