Mark Lacey bringt seine größten Motorsporthelden an die Wand

Airbrush-Illustrator und "Petrolhead" Mark Lacey hat seine persönlichen Helden des Motorsports in ihrem originalgetreuen Rennsportlivree auf Papier gebracht. Klingt einfach? Dann zeichnen Sie doch bitte einmal die Kampfbemalung des Lancia Beta Montecarlo Gruppe 5 Werksrennwagen von 1979 nach.

Art Car oder Car Art?

Lacey ist zwar eher ein Porsche-Fan, wie man anhand der beiden 917 leicht erkennen kann, doch in seinem Repertoire finden sich auch Rennwagen wie der BMW 3.0 CSL. Neben diesem Frank Stella Art Car soll auch noch eine Reproduktion des Alexander Calder Art Cars entstehen. "An dieses Auto denke ich schon seit meiner Kindheit", erinnert sich Lacey. Wie alle seine Werke bestich das Art Car durch Liebe zum Detail, die auf akribischer Recherche in Automobilbüchern und im Internet beruht. Dazu Lacey: "Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man sich moderne Reproduktionen von historischen Rennwagen anschaut. Oft sind sie längst nicht so originalgetreu nachempfunden, wie zunächst vermutet."

Bemalt in der Boxengasse von Le Mans

Laceys unermüdliche Recherche hat sich ausgezahlt – dadurch konnte er wertvolle Informationen zu den Autos und die Entstehung der Rennsport-Livrees sammeln. Über den Hippie-Porsche-917 etwa fand der Künstler heraus, dass sein Anatole-Lapine-Livree in der Boxengasse gesprüht wurde, während der Woche vor dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Das ist der Grund, warum man den Porsche zuvor bei Testfahrten noch in dem schlichten, blau-weißen Farbschema sah.

Nicht ohne Interpretation

Jedes Werk begann Lacey mit einer lockeren Handzeichnung, um die Perspektive auszuloten. Dann folgte eine detailliertere Zeichnung, die wiederum im Vector-Programm „Freehand“ übertragen wurde, wo es noch einmal nachgezeichnet und mit den ikonischen Farben ausgefüllt wurde. Die Sponsorenlogos zeichnete Lacey separat , bevor sie digital auf die Außenhaut der Rennwagen platziert wurden. "Noch einmal, dies nachzuempfinden, ist wirklich eine Herausforderung und bedarf auch einer gewissen Interpretation."

Und was hat der engagierte TVR-Fahrer sonst noch in der Pipeline? "Momentan arbeite ich an einer neuen Serie, die sich mit den aufregenden maßgeschneiderten Karosserien der 1930er Jahre beschäftigt. Dazu zeitgenössische Bauwerke und eine stilecht gekleidete junge Lady. Das erste Werk der Serie zeigt einen Talbot-Lago T150C SS mit einer Karosserie von Figoni & Falaschi."

Fotos: laceyviews.co.uk (die Fotos im Artikel wurden nachträglich beschnitten)

Die Werke von Mark Lacey sind als Print in verschiedenen Formaten über den Webshop www.laceyviews.co.uk verfügbar.

Kunstwerke und Sammlerstücke finden Sie auch im Classic Driver Markt.

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