Fünf Sammlerautos, die sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Classic Driver mag zwar nicht der einzige Markt für Sammlerautos sein, aber nur hier finden Sie eine Sammlung wahrhaft ausgefallener, bedeutender, exzentrischer und manchmal schlicht verrückter Autos zum Verkauf. Und diese Woche machen wir wieder die Probe aufs Exempel.

Eins, zwei, Polizei

Deutsche, die im Ausland leben, beleben jeden Cocktail mit Erzählungen von jener sagenumwobenen deutschen Autobahn, wo brave Hausfrauen auf 300 Stundenkilometer beschleunigen, um schneller zum Shoppen zu kommen und sich die Polizei auf ihre Porscheflotte verlässt, um Verbrechern in ihren AMG eine Hochgeschwindigkeitsjagd zu liefern. Wie wir alle wissen, sieht die Wirklichkeit des deutschen Individualverkehrs weit weniger märchenhaft aus. Aber Träume müssen fliegen können. Und welch besseren Botschafter für die Errungenschaft Autobahn gibt es, als diesen Porsche 911 GT3 in Polizeiuniform von 2000, der demnächst bei Silverstone Auctions unter den Hammer kommt?

G-Unit

Aus der einst bescheidenen und funktionalen G-Klasse hat Mercedes ein sechsrädriges Offroad-Monster für Milliardäre mit Superhero-Ambitionen und anspruchsvollen Oligarchen erschaffen. Aber uns fehlt doch eine kühne Variation, die überzeugend die Gebrauchsphilosophie dieses Modells verkörpert. Keine Sorge! Denn Gooding & Co versteigert eine Custom-Pickup-Version mit langem Radstand des Mercedes G500. Dieser mächtige Pragmatiker dürfte auf kurvenreichen Alpenpässen Probleme haben, aber dafür ist er wie gemacht für einen grandiosen amerikanischen Roadtrip fern des Asphalts von Alaska bis hinunter an die Spitze Patagoniens.

Das etwas andere Familienauto

Vielleicht denken Sie nicht sofort an den Fiat 131, wenn Sie von betörenden italienischen Sportwagen aus den siebziger Jahren träumen. Aber gerade aus diesem familienfreundlichen Fiat schälten die Renningenieure von Bertone und Abarth ein kraftvolles Rallye-Geschoss. Der Rennwagen selbst eilte 1980 unter den Händen von Walter Röhrl in den Olymp des Rallyesports, die Stradale-Versionen hingegen, die wegen der Homologationsregeln gebaut wurden, werden stark von Sammlern weltweit nachgefragt. Dieser Fiat 131 Abarth Stradale von 1979 zeigt 60.000 Kilometer auf dem Tacho und wird in Spanien zum Verkauf angeboten.

Dino in Blu Scuro

Wenn Sie zu den regelmäßigen Lesern unseres Magazins zählen, dann ist Ihnen unsere Zuneigung zu den keilförmigen italienischen Sportwagen der siebziger Jahre und den unterschätzten Ferrari in subtilen Farben nicht entgangen. Wir konnten nicht anders, wir mussten einfach diesem Ferrari 308 GT4 Dino von 1976 erliegen. Sorgsam gefahren, lackiert im schier umwerfend eleganten Ton Blu Scuro Dino und mit einem in beige und zartblauem Leder ausgekleideten Cockpit ist diese unbestrittene Ikone des Bertone-Designs bereit, für eine entspannte Traumreise von den Niederlanden, wo das Auto aktuell angeboten wird, nach Italien. Und was noch unfasslicher ist: Dieser Ferrari kostet nicht einmal 50.000 Euro.

Kastanienbraun 6.0

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass Lamborghini dann unvergleichlich schön und pur sind, wenn man ihr ursprüngliches, unberührtes Design in Ruhe lässt. Aber auch hierfür gibt es eine Ausnahme, und zwar die letzte Serie des Diablo. Ausgerüstet mit einem 6,0-Liter-V12 mit 550 PS und Allradantrieb – falls man über Weihnachten nach Cortina zum Skifahren will – und entweder in Marrone Eklipsis oder Oro Elios laciert dürften die 42 Exemplare des Diablo 6,0 SE Final Edition die Sammlerstücke ihrer Art werden, entstammten diese edlen Stiere doch der Zeit vor dem VW-Einstieg in Sant´Agata. Dieses Beispiel wird aktuell in Miami angeboten und hat unglaubliche 20 Meilen auf der Uhr. Wer ihn kauft, muss ihn unbedingt behalten!