Market essentials: Carl Gustav Magnusson, Designer

Der Schwede Carl Gustav Magnusson gilt als einer der führenden Industrie-Designer, er arbeitet für Charles & Ray Eames, war Design Director bei Knoll – er und besitzt einen ausgesprochen guten Stil. Wir haben den Designer gebeten, seine zehn Favoriten aus dem Classic Driver Markt auszuwählen.

"Keine meiner Entscheidungen sind besonders beliebt, sie werden sogar oft übersehen – doch das ist irgendwie meine Art“, sagt Carl Gustav Magnusson. Nein, der Designer folgte tatsächlich nie der Menge: Er besitzt etwa ein Zagato Coupé mit Double-Bubble-Dach und würde seine Garage gerne mit weiteren solcher ungewöhnlichen Automobile füllen. „Das Design der MG Coupés hätte das gleiche Konzept des Porsche 911 verdient, sprich von Generation zu Generation immer weiter verbessert zu werden. Dann hätten wir heute ein großartiges Serienauto.“ Den Facel Vega III beschreibt Magnusson derweil als „eine schöne Katastrophe, mit unvergesslichen Attributen.“ Und er verteidigt zudem die Zagato-Handschrift am Aston Martin DB4GTZ. „Mir ist es egal, was die Kritiker meinen: Ich finde diese nachträglich geschärfte Karosserie fabelhaft! Ein Erfolgsgeheimnis vieler italienischer Designentwürfe war es, dass sie meist in Eile entstanden und daher nicht die gewöhnlichen Instanzen durchliefen.“ Der Caterham wäre Magnussons liebste Rennstreckenwaffe: „Für nur 21.000 Euro bekommt man in diesem Wagen etwa auf der Nordschleife ein Erlebnis geboten, das vielleicht eine Million Dollar wert wäre!“

Die Harley-Davidson bewertet Magnusson als „ein überraschend gutes Resultat für ein Unternehmen, das normalerweise Trucks auf zwei Rädern baut“, und wählt gleichzeitig die Benelli als „typisch italienischen Wahnsinn“. Wasserseitig gefällt Magnusson das 33 Classic Runabout. Unter den Sammlerstücken wählt der Designer die Dunhill Minaudière: „Dieses hervorragend komplexe Objekt hat seine ursprüngliche Funktion verloren und wurde daher zum Kunstobjekt erhoben.“ Auch Magnussons Uhren-Auswahl könnte, wenn auch voll funktionsfähig, als Kunstsammlung bezeichnet werden: „Die Yachttimer ist ein ausgezeichnetes Instrument, das auch bei schlechtem Wetter gut lesbar ist – und sie kann selbst mit Handschuhen bedient werden. Bei der Entwicklung der IWC Kompassuhr verwendete "Butzi" Porsche sehr komplexe Komponenten und vereinfachte die Darstellung so, dass die Uhr elegant und funktional zugleich war. Das Exemplar in Militär-Grün zählt zu dieser anspruchsvollen Baureihe.“ Well, Mister Magnusson - dem haben wir nichts hinzuzufügen!