Instagram Takeover – Hinter der Kamera mit Tom Horna

Tom Hornas Liebe zu klassischen Autos und Bikes erwuchs in seiner Zeit bei einem der bekanntesten Londoner Händler für klassische Sammlermodelle. Seitdem er seiner zweiten Passion, der Fotografie, frönt, hat er seinen eigenen und charmanten Stil entwickelt...

Wie würden Sie Ihren persönlichen Stil definieren?

Ich würde mich als Lifestyle-Fotograf beschreiben – ich tendiere dazu, durch meine Kamera zu schauen und Momente einzufangen, wie ich sie persönlich erlebe. Meine Objekte sind in aller Regel klassische Autos und Motorräder, welche für sich betrachtet von Begeisterung getragene Lifestyle-Industrien darstellen. Wenn ich die außergewöhnliche Verbindung zwischen Mensch und Maschine sehe, animiert mich das, die Kamera herauszunehmen und los zu fotografieren. 

Woraus beziehen Sie Ihre Inspirationen?

Es gibt viele großartige Kollegen, von denen ich mich inspirieren lasse. Allen voran die beiden Altmeister der Motorsport-Fotografie, Rainer W. Schlegelmilch und Jesse Alexander. Aber ich bin auch ein großer Fan von Rémi Dargegen, Laurent Nivalle und Peter Aylward.

Warum haben Sie angefangen, Autos abzulichten? Und was war das erste Auto, dass Sie fotografiert haben?

Ich war die meiste Zeit meines Lebens im Autohandel tätig, bei einem großen Classic Car-Händler in London. Aus dieser Tätigkeit erwuchs meine Liebe zu alten Autos. Meine zweite lebenslange Passion gilt der Fotografie – beides zu kombinieren schien demnach nur natürlich. Und der Rest ist Geschichte. Doch zurück zur Frage: Mein erstes Shooting mit einem echten Klassiker galt einem wunderschönen roten Ferrari 625 –ein Formel 1 aus den 50er-Jahren und einer meiner absoluten Favoriten. 

Beschreiben Sie uns Ihr erinnerungswürdigstes Shooting?

Schwer zu beantworten, denn mein Interesse an Autos, Motorrädern und schönen Bildern ist sehr breit. Wenn ich wirklich nur einen nennen müsste, dann wäre das der Ferguson P99 von Stirling Moss, der erste Formel 1 mit Allradantrieb. Mit dem Wissen, dass ihn Moss 1961 gefahren und später auch zu einem seiner Lieblings-Formel 1 ernannte, war schon sehr prickelnd.

Auf welchen Teil des Equipments in Ihrer Kameratasche könnten Sie am wenigsten verzichten?

Bei Fotoarbeiten habe ich immer zwei Kameras dabei. Dazu – um die Arbeit zu erleichtern – ein speziell angefertigtes Ledergeschirr, um beide tragen zu können. Ohne den Gurt hätte ich nicht die Freiheit, schnell von der einen auf die andere Kamera zu wechseln. Zugleich gehe ich auch nirgendwo ohne meine beiden Lieblingsobjektive hin: ein 35 mm und ein 70-200mm, das ich am meisten benutze.

Welche Bildbearbeitungssoftware benutzen Sie? Und warum?

Wie die meisten Kollegen Adobe Lightroom und Photoshop zur Feinbearbeitung. Photoshop eröffnet mehr kreative Freiräume, Lightroom ist sehr nützlich bei der Batchverarbeitung sowie bei der Organisation, dem Hochladen und Neuformatieren von Bildern. Es ist zudem kompatibel mit den meisten digitalen Plattformen von dritter Seite. Das macht es einfacher, wenn es ans Drucken und Veröffentlichen geht.

Was wäre Ihr Traum-Fototermin?

Eine Scheune voller vergessener seltener Klassiker. Die ich dann genauso ablichten würden, wie ich sie vorfand. 

Fotos: Tom Horna / Autohouse London © 2017 

Tom wird für dieses Wochenende den Classic Driver Instagram Account beobachten und seine Favoriten unter den eingehenden Bildern auswählen und posten. Sie können hier uch Toms eigenem Account folgen.

Weitere Informationen zur Arbeit von Tom Horna finden Sie auf seiner Website.