Classic Days Schloss Dyck 2010: Rückblick

„Overgood!“ Die fünfte Auflage der Schloss Dyck Classic Days überzeugte einmal mehr mit großer thematischer Vielfalt, beeindruckenden Klassikern und abwechslungsreichem Programm in einem einmaligen Ambiente. Rund 28.000 Besucher dokumentierten am 31. Juli und 1. August 2010, dass sich das elegante Wochenende auf dem Lande im Neuss-Kreis etabliert hat. Classic Driver war am Samstagabend zur spontanen Stippvisite vor Ort.

„Für die Jubiläumsausgabe der Classic Days konnten wir die Internationalität und Qualität des Teilnehmerfeldes noch einmal verfeinern“, freut sich Marcus Herfort vom Veranstalterteam . Das soll etwas heißen, denn bereits die Vorjahresausgabe der Classic Days glänzte mit einer beachtenswerten Beteiligung von Herstellern und der Klassiker-Szene.

Classic Driver hat am Samstagabend einen stimmungsvollen Rundgang über das weitläufige Gelände der Schlossanlage Dyck unternommen. 2010 konnten die Besucher auch Automobile aus amerikanischer Sammlerhand bewundern. Ebenfalls vertreten: eine offizielle chinesische Delegation der Federation des Vehicules Anciens (FIVA), dem Weltverband für historische Fahrzeuge. Besondere Highlights auf der Rennstrecke: Bentley Sonderläufe, Mercedes-Benz Supersportwagen, das rollende Porsche Museum, Alfa Romeo Storico, Audi und Auto Union Klassiker, Veritas, Opel Raketenrennwagen RAK II und Toyota 2000 GT. Nicht von ungefähr werden die Classic Days als kleine, kontinentale Ausgabe des renommierten Goodwood Revival Meetings angesehen.

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Bewährt hat sich dabei die abwechslungsreiche Programm-Mischung der Classic Days: Ausgesuchte Renn- und Sportwagen mit belegter Historie demonstrierten auf dem 2,8 Kilometer langen Rundkurs, was Zuschauer in Museen nie zu sehen bekommen. Ausgesuchte automobile Pretiosen aus Sammlerhand machten im internationalen FIVA-A-Concours d´Elegance die Orangeriehalbinsel zum mobilen Skulpturenpark. Besucher wiederum, die mit ihren eigenen Fahrzeugen kamen, gestalteten im Miscanthusfeld das temporär größte Automobilmuseum Deutschlands. In diesem Jahr parkten dort an beiden Tagen insgesamt rund 5.000 historische Fahrzeuge.

Gut angenommen wurde auch 2010 wieder die Picknick – Gelegenheit „Charme & Style“ im hinteren Teil der Parkanlage. Unter dem Motto „Nostalgic Journey“ fanden sich zahlreiche Freunde des historischen Campings ein. Orte besonderer Begegnungen waren die verschiedenen Fahrerlager „Racing Legends“. Im Classic Corner auf der Apfel- und Pflaumenwiese bereicherten erneut zahlreiche Händler mit ausgesuchtem Sortiment das Event.

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Der Pokal für den „Best of Show“ im Concours d´Elegance ging an den US-Amerikaner Peter Heydon für seinen Duesenberg X Boat Tail Roadster von 1927, den Rundstreckenpokal fuhr Friedhelm Tang auf seinem 400 PS starken Kellison aus dem Jahr 1955 ein. Während der „Drivers Night“ am späten Samstagabend konnte der allseits bekannte Horst Lichter zwei Kunstwerke zugunsten der Felix Burda Stiftung versteigern – ein Rennfoto von Werner Eisele und ein Acryl – Gemälde dreier Rennwagen von Steffen Imhof – die zusammen mit der Aktion „1 Euro pro gefahrenen Kilometer“ rund 12.000 Euro für die Arbeit der Burda Stiftung zur Darmkrebsprävention eintrugen.

Ein besonderes Kompliment geht an die rund 250 ehrenamtlichen Helfer der diesjährigen Classic Days. Auch dank ihnen konnten erneut sämtliche Ticketeinnahmen der Veranstaltung an die Stiftung Schloss Dyck gehen, um die Sanierung von Park und Schloss voranzutreiben. Das Schloss versteckte 2010 übrigens eine monumentale Fototapete – für Freunde des Anwesens ein gutes Zeichen für den Fortschritt der überaus aufwendigen Restaurierung. Die Zusammenarbeit zwischen Stiftungspersonal und Classic Days Organisatoren hat sich über die Jahre hinweg eingespielt und ist mit verantwortlich für den mittlerweile reibungslosen Ablauf des Events. Unsere Empfehlung: Merken Sie sich einen Besuch oder Teilnahme an der sechsten Ausgabe der Classic Days im kommenden Jahr vor. Besuchern empfehlen wir dabei unbedingt eine frühe Anreise, um auf dem ländlich dünnen Wegenetz zwischen Steinforth und Jüchen nicht in einen unfreiwilligen Klassikerstau zu geraten.

Wer sich über die Classic Days auf dem Laufenden halten will, gelangt hier zum Internet-Auftritt des Veranstalters: www.schloss-dyck-classic-days.de.

Text: Mathias Paulokat
Fotos: Mathias Paulokat/Christian Benze

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