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Wurde der V12 des De Tomaso P900 von Aliens entworfen?

De Tomaso macht beim Antrieb des P900 keine halben Sachen. Die 18 Käufer werden vor Downsizing und Elektrifizierung verschont und kommen stattdessen in den Genuss eines extrem hochdrehenden V12-Saugers, dessen Abgasanlage aus einem Science-Fiction-Epos stammen könnte.

Rund sechs Jahre nachdem die Marke mit einem Prototyp des P72 beim Goodwood Festival of Speed wie Phönix aus der Asche auferstanden ist, bereitet De Tomaso Automobili den Launch seines zweiten Serienmodells der neuen Ära vor. Der P900 möchte sich etablierten Größen wie Koenigsegg oder Bugatti messen und stellt im Vergleich zu seinem kleinen Bruder in allen Belangen eine Steigerung dar. Für 3 Millionen Dollar bekommen ausgewählte Kunden einen großvolumigen und unverfälschten Motor, der als der letzte seiner Art in die Geschichtsbücher eingehen könnte. 

Ein V12, der ohne Aufladung auskommt und nicht aus dem Regal eines anderen Herstellers stammt, sondern von Grund auf für dieses länderübergreifende Hypercar entwickelt wurde. Die Eckdaten sind mehr als beeindruckend: Die 6,2-Liter-Maschine liefert 900 PS – vorausgesetzt, sie wird mit synthetischem Kraftstoff betrieben. Das Aggregat dreht bis 12.300, womit der De Tomaso P900 sogar den Gordon Murray Automotive T.50 um 200 Umdrehungen übertrumpft. Ein hauchdünner Vorsprung, der den De Tomaso zu einem der drehfreudigsten Hypercars mit Verbrennungsmotor macht. Nur der Red Bull RB17 toppt ihn mit seinem V10, der erst bei 15.000 Umdrehungen in den Begrenzer läuft. 

Konkrete Fahrleistungen wurden noch nicht kommuniziert, aber bei einem Leergewicht von weniger als einer Tonne sind astronomische Werte zu erwarten. Der V12-Motor bringt nur 220 Kilo auf die Waage, Getriebe inklusive. Ein Rekord bei dieser Bauart. Doch am meisten sticht der P900-Antrieb optisch heraus. Dutzend eng angeordneter Rohre bilden zusammen den spektakulären 12 zu 1-Abgaskrümmer, der andie Arme eines Außerirdischen aus einem Sci-Fi-Film erinnert. Vor allem der Xenomorph aus der „Alien“-Filmreihe kommt einem dabei direkt in den Kopf. Der Schweizer Sci-Fi-Künstler H.R. Giger, der die angsteinflößende Figur einst gestaltet hatte, wäre angesichts dieser Referenz sicher stolz gewesen. 

 

De Tomaso plant, nur 18 Exemplare seines neuen Halo-Cars zu bauen, das exklusiv für die Rennstrecke gedacht und als reiner Hecktriebler konzipiert ist. Jeder Kauf beinhaltet die Bereitstellung einesStellplatzes in der Nähe der Nordschleife. Die grüne Hölle bietet eben die idealen Bedingungen, um die Performance und den Sound des spektakulären P900 auszukosten. Das Äußere des Hypercars lässt sich als extreme Weiterentwicklung der Designsprache beschreiben, die 2019 mit der P72 debütierte. In der rundlichen Karosserie klaffen riesige Lufteinlässe. Aktive Aero-Elemente sind in diesem Segment heutzutage Pflicht. 

Das Einzige, was an der Marke noch italienisch ist, ist allerdings ihr Name. Die Rechte wurden 2014 von der chinesischen Investmentfirma „Ideal Team Ventures“ akquiriert. Die neuen Eigentümer beauftragten Capricorn, die neuen De-Tomaso-Modelle zu entwickeln und zu bauen. Dabei arbeiten die deutschen Spezialisten mit weiteren Partnern zusammen. 

 

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