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Wir haben Japans verborgenen Tempel für Sammlerautos entdeckt

Unter Kirschblüten in Nara‘s Yakushiji Tempel fühlte sich der Concorso d’Eleganza Japan 2026 nicht wie eine gewöhnliche Veranstaltung und vielmehr wie eine perfekt choreografierte Feier automobiler Schönheit an. So bestätigte das Event seinen Platz unter den weltweit besten Concours Veranstaltungen.

Es gibt nur wenige Termine im Automobilkalender, die einen wirklich innehalten lassen, doch der Concorso d’Eleganza Japan 2026 tat genau das. Die diesjährige Ausgabe kehrte in die außergewöhnliche Umgebung des Yakushiji Tempels in Nara zurück und bewies erneut, dass kaum ein anderer Concours mithalten kann, wenn es um kulturelle Tiefe, visuelle Dramatik und die hochkarätige Auswahl der Fahrzeuge geht.

Von den ersten Momenten an zog einen die Atmosphäre in ihren Bann. Kirschblüten trieben durch die Frühlingsluft, makelloser Lack schimmerte im wechselnden Licht und die antike Architektur des Tempels bildete eine Kulisse, die so perfekt wirkte, dass man sie fast für eine bloße Vorstellung hätte halten können. Was dieses Event jedoch so besonders macht, ist nicht allein die Umgebung, sondern die Art und Weise, wie sie die Autos einrahmt: nicht als statische Exponate, sondern als rollende Kunstwerke.

Eine sorgfältig kuratierte Auswahl seltener und bedeutender Maschinen sorgte dafür, dass es in jeder Richtung Schönes zu entdecken gab, während die mittlerweile legendären Präsentationen während der Magic Hour das gesamte Geschehen fast schon zu einer fesselnden Inszenierung erhoben. Zu den herausragenden Fahrzeugen gehörten ein Lamborghini Diablo GT, ein Fiat 500 Siata Mille Miglia und der unglaubliche Mazda RX 792P mit seinem Vierrotor-Wankelmotor.

Als nach einem ereignisreichen Eröffnungstag die Nacht hereinbrach, war die Veranstaltung noch lange nicht vorbei. Sie machte Platz für die Runway Show vor der beeindruckenden Kulisse des historischen Yakushiji Tempels in Nara, wo Scheinwerfer auf die Autos gerichtet wurden, während sie wie Supermodels über den roten Teppich fuhren. In starkem Kontrast zu den Kirschblüten und der Ruhe des Tages ermöglichte dieser energiegeladene Abend den Teilnehmern, mehr über die ausgestellten Wagen zu erfahren und sie in einem völlig anderen Licht zu erleben. Unser Favorit in diesem Rahmen war zweifellos der Mazda RX 792P, dessen hochdrehender Kreiskolbenmotor den Boden unter sich erbeben ließ, während er seinen Weg über den Laufsteg fand.

Am zweiten Tag ging die Sonne auf und das Programm startete früh, um den Nebel und Dunst einzufangen, was wiederum völlig neue optische Eindrücke bot, in denen sich die Autos präsentieren konnten. Dies gab uns die Gelegenheit, uns mit einigen Besitzern und ihren Maschinen auszutauschen, wie etwa mit Shingo Kojima und seinem Fiat Abarth Goccia. Dieser skurrile Klassiker wurde konsequent mit dem Fokus auf Geschwindigkeit gebaut, wobei der Name aus dem Italienischen ganz einfach mit Tropfen übersetzt wird. Der Wagen war eine Zusammenarbeit zwischen Michelotti, Carlo Abarth und Vignale. Ziel des Projekts war es, den Geschwindigkeitsrekord in Monza zu brechen. Das italienische Thema fortführend ist der Fiat Siata 500 Pescara von Hidetomo Kimura ein wahrer Motorsport Veteran, der mehrfach die strapaziöse Mille Miglia bewältigt hat. Als eines von nur zwei jemals gebauten Exemplaren ist das Auto von Hidetomo das weltweit einzige noch existierende Modell. Trotz seines winzigen 0,5 Liter-Motors handelt es sich bei dem Fiat um eine schnelle und wendige Fahrmaschine.

Während die Besucher staunend die Vielzahl der ausgestellten Raritäten betrachteten, lag es an den Preisrichtern, die herausragenden Teilnehmer der Show zu bestimmen. Nach reiflicher Überlegung war es der atemberaubende Rolls Royce Phantom I Experimental Torpedo aus dem Jahr 1928, der die begehrte Best in Show Trophäe gewann. Dieses unglaubliche Stück Automobilgeschichte begann sein Leben im Vereinigten Königreich, wo es von Jarvis aus Wimbledon karosseriert wurde und als Hochleistungsprototyp von Sir Henry Royce die Marke von 100 Meilen pro Stunde knacken sollte. Um dies zu erreichen, verfügte der Wagen über eine stromlinienförmige "Ducktail"-Karosserie, die bei den Besuchern des Concours d’Elegance Begeisterung auslöste.

Im Anschluss an dieses traumhafte Event folgt die Tour d’Eleganza, ein siebentägiger Roadtrip zur Erkundung weiterer Top Locations in Japan. Wir können es kaum erwarten, für die nächstjährige Ausgabe des Events zurückzukehren. Lehnen Sie sich erst einmal zurück und genießen Sie unser ausführliches Video. Abonnieren Sie unbedingt unseren Kanal, um über unsere neuesten Videos auf dem Laufenden zu bleiben.

Fotos und Video von @claireandayesh

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