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Vollgas mit Formel-1-Legenden in Mugello

Diesen Monat feierte der Gran Premio Storico d’Italia in Mugello Premiere, bei dem Formel-1-Ferraris der Schumacher-Ära durch die Hügel brüllten. Auf YouTube gibt es jetzt unseren neuen Film zu sehen, in dem JP Rathgen der Geschichte und Faszination des Monoposto-Rennsports auf den Grund geht.

Viele sehen in Fiorano die Heimstrecke von Ferrari, doch das Autodromo Internazionale del Mugello in der Toskana wird mit gutem Recht als zweites Zuhause der Scuderia bezeichnet. Seit 1988 gehört Ferrari die legendäre Strecke, deren lange Geraden und schwungvolle Kurven sich durch das hügelige Gelände ziehen. Bei Formel-1-Piloten ist sie ebenso beliebt wie bei MotoGP-Stars. Sie ist wie geschaffen für historische Rennwagen, die hier noch einmal zeigen dürfen, was in ihnen steckt. Als vom 2. bis 4. Oktober erstmals der Gran Premio Storico d’Italia ausgetragen wurde, fühlte sich die Veranstaltung wie ein großes Familientreffen an. Auch unser Filmteam brach in die Toskana auf, und JP Rathgen, unser Gastgeber für das Wochenende, kam im Fahrerlager beim Zählen der Formel-1-Wagen kaum hinterher.

Unser neuer 20-minütiger Film, der ab sofort auf dem YouTube-Kanal von Classic Driver zu sehen ist, begleitet JP durch das Fahrerlager bis auf die Strecke. Er erzählt dabei von der Geschichte des Monoposto-Rennsports und der Bewunderung, die ihm bis heute entgegengebracht wird. Damit ist er Geschichtsstunde und Liebeserklärung zugleich und obendrein ein guter Vorwand, die Lautsprecher einmal richtig aufzudrehen. Bei der Premiere in Mugello stand ein goldenes Zeitalter im Mittelpunkt: die Ära von Michael Schumacher, Eddie Irvine, Rubens Barrichello und Felipe Massa, in der Ferrari 87 Siege, fünf Fahrerweltmeisterschaften und sechs Konstrukteurstitel einfuhr. Rund zehn Monoposti aus jenen Jahren waren für Ausstellungen und Demofahrten angereist, und wer ihre Motoren einmal durch das Tal hat hallen hören, wird diesen Klang so schnell nicht vergessen. Ob unser Film wirklich jedes einzelne Dezibel einfängt, können wir nicht versprechen, versucht haben wir es aber.

Ferrari hatte das Wochenende allerdings nicht für sich allein reserviert. Mehr als 200 Autos nahmen teil, von Formel-Junior-Wagen über Le-Mans-Prototypen bis hin zu GT-Wagen, ergänzt durch eine stattliche Zahl an Formel-1-Boliden. Das Fahrerlager war damit zu gleichen Teilen Museum, Werkstatt und Spielplatz, während es auf der Strecke kaum einmal still wurde. Was am meisten in Erinnerung bleibt, ist die persönliche Atmosphäre. Manche Fahrer saßen wieder in Wagen, mit denen sie schon vor Jahrzehnten Rennen gefahren waren, und die Mechaniker umsorgten die Autos, die Skulptur und Maschine gleichzeitig sind, mit voller Hingabe.

Wer das Wochenende verpasst hat, findet in unserem Film die nächstbeste Alternative und vielleicht sogar den besten Logenplatz. Den ganzen Film gibt es jetzt auf dem YouTube-Kanal von Classic Driver zu sehen.

Fotos von Simone Slawitz

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