Silverstone Classic 2015 - Silberstreif am Horizont trotzt dem Wolkenbruch

Bei der 25. Auflage der Silverstone Classic brauchten nicht nur die Fahrer starke Nerven, denn zusammen mit den vielen Zuschauern erlebten sie einen dramatischen Mix aus Starkregen und herrlichem Sonnenschein.

Das kapriziöse englische Wetter machte seinem Ruf wieder alle Ehre und übernahm eine Hauptrolle bei der Silverstone Classic, die ihr Silver Jubilee - 25-jähriges Bestehen - mit der Rekordzahl von mehr als 100.000 Zuschauern feiern konnte.

Regenwalzer im Safety Car

Die Zuschauer, die am Freitag und Sonntag des Silverstone-Weekends den Unbilden des Wetters trotzten, wurden durch spektakuläre Fahrmanöver entschädigt, denn auch den Fahrern machten die heftigen Güsse zu schaffen. Classic Driver erlebte diese schwierigen Situationen hautnah in einem der Pace Cars von Maserati. Einige der Qualifying-Runden vom Donnerstag mussten hinter dem Maserati quasi als Parade absolviert werden, da die Strecke für offenes Fahren als zu gefährlich eingestuft wurde. Die Startpositionen für die nachfolgenden Rennen konnten dann durch einen komplizierten Schlüssel, der vorhergehende und zu erwartende Ergebnisse einrechnete, ermittelt werden.

"Regenkönig" Ford GT

Während der Testrunde mit dem Pace Car haben wir schnell an Hand des stehenden Wassers auf der Rennstrecke gemerkt, was bei den Teilnehmern für Angst sorgte, andererseits trennte es auch die Spreu vom Weizen. Unter diesen erschwerten Umständen zeigte der Ford GT40 „1 MUF” von DK Engineering seine Meisterschaft und holte sich den ersten Platz beim World Sports Car Masters-Rennen, obwohl er die Heimfahrt mit leichten Blessuren an der Front antrat. Der berühmte Jaguar C-Type, der einst Fangio gehörte, und nun von JD Classics in Silverstone ins Rennen geschickt wurde, sicherte sich die Woodcote Trophy.

Benzin und Rock 'n' Roll

Aber Silverstone war zugleich auch Schauplatz einer beeindruckenden Parade von Aston Martins anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Motorsport-Abteilung, die an die große britische Renntradition erinnerte. Wer statt auf den Asphalt lieber in den Himmel starren wollte, konnte die Flugkunststücke der kleinen Spitfire-Maschinen erleben oder bis in die späte Nacht die Altrocker von Status Quo erleben.

Fotos: Tim Brown für Classic Driver © 2015