Selten schön: Fünf außergewöhnliche Pininfarina-Klassiker

Als Hausdesigner von Ferrari hat Pininfarina Legenden wie den 250 GT geschaffen. Doch die italienische Designschmiede war längst nicht nur für Ferrari tätig. Auch in Großbritannien oder Frankreich etwa schätzte man den guten Stil der Italiener. Wir stellen fünf gelungene Pininfarina-Werke vor.

Peugeot 504 Cabriolet V6: Starker Franzose

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Coupés und Cabriolets wie die Generationen 203, 403 und 404 hatten bei Peugeot bereits Tradition, doch mit dem darauffolgenden 504 gelang den Franzosen mit Hilfe von Pininfarina ein besonderer Wurf. Vor allem das 1969 parallel zum Coupé erschienene Cabriolet begeistere mit den eleganten Linie des italienischen Designstudios. Als dann auch noch drei Jahre später der rund 140 PS starke V6-PRV-Motor nachgereicht wurde, bot der Franzose obendrein viel Fahrspaß.

Alfa Romeo 1900 Cabriolet: Unvergängliche Schönheit

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Alfa beauftragte in den Fünfzigerjahren so ziemlich jedes namhafte Designstudio, um auf Basis der 1900er-Serie Karosseriekleider zu schneidern. Touring, Zagato, Ghia und Pininfarina entwarfen verschiedenste Varianten. Das hier angebotene Alfa Romeo 1900 C Cabriolet – das „C“ steht für „Corto“ und bedeutet „kurzer Radstand“ – stammt von Pininfarina. Aktuell ist der Alfa mit einem stärkeren RIO-Motor bestückt (ein unrestaurierter Originalmotor ist vorhanden) und weist charmante Patina auf.

Rolls-Royce Camargue: King of cool

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Als Rolls-Royce erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Tradition brach, Karosserie-Designs in-house zu entwickeln, entstand einer der coolsten Rolls' überhaupt: der Camargue. Auch preislich stellte das von Paolo Martin bei Pininfarina gezeichnete und von Mulliner gebaute, zweitürige Coupé seinerzeit alles andere in Schatten. Das hier gezeigte 79er-Modell besitzt obendrein die Spezialausstattung, die eine aufgewertete Mittelkonsole samt versilbertem Asprey-Aschenbecher beinhaltet.

Lancia 2000 Coupé: Schwarzer Schwan

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Auch für dieses entzückende Coupé zeichnet Pininfarina verantwortlich. 1971 wurde der Lancia 2000 als Nachfolger des Flavia vorgestellt und bestach mit seiner fein gezeichneten Front, einer eleganten Seitenlinie und einem markanten Heck im sogenannten Schwalbenschwanzdesign, das später auch den Nachfolger „Gamma“ auszeichnen sollte. Das 1972 vorgestellten 2000 Coupé HF mit den Instrumenten aus dem Ferrari Daytona ist heute besonders begehrt und gilt als eines der am besten verarbeiteten Lancia überhaupt.

Ferrari 512 BB: Aus der Mitte heraus

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Die Ferrari-Berlinetta-Boxer-Generationen markieren in Maranello die Wende vom Front- zum Mittelmotor. Die Umstellung brachte Ferrari endlich wieder den ersehnten Erfolg auf der Rennstrecke. Der Körper für das potente Herz dieser Supersportwagen entstand bei Pininfarina. Und das Designstudio machten seinen Job so gut, dass es zwischen 1973 und 1984 zumindest bei den Straßenversionen kaum Veränderungen gab.

Text: Sven Jürisch
Fotos: Classic Driver Händler